Alter Kranen und Grafeneckart. Foto: Pascal Höfig
Alter Kranen und Grafeneckart. Foto: Pascal Höfig

Immer mehr Gästeübernachtungen in Würzburg

Deutlicher Anstieg

Die Stadt Würzburg wird bei Touristen stetig beliebter. Zahlen des Landesamt für Statistik zeigen, dass die Gästeübernachtungen in den letzten zehn Jahren merklich gestiegen sind. Ausgehend von 646.722 im Jahr 2005 hat sich die Zahl der Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben um bemerkenswerte 37,9 Prozent auf 891.801 im Jahr 2015 gesteigert.

Tourismusdirektor Dr. Peter Oettinger stellte in der Werkausschusssitzung der Stadt Würzburg am vergangenen Montag nun die Zahlen für das letzte Jahr vor. Auch für 2017 ist die Prognose weiterhin positiv. Nach einer Steigerung um 30,5 % seit dem Jahr 2010 kalkuliert man im aktuellen Jahr mit rund 937.000 Gästeübernachtungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

Bei Deutschen beliebt

Vor allem weil sich Würzburg als Standort für Kongresse, Tagungen und Seminare und als Standort für den Besichtigungs-, Kultur- und Weintourismus auszeichnet, konnte die Domstadt in den letzten Jahren in positivem Maße von einer gestiegenen Zahl an Übernachtungen profitieren. Vor allem an der Verteilung von inländischen und ausländischen Besuchern wird ersichtlich, wie attraktiv Würzburg auch als Reiseziel bei Landsleuten ist:

So entfallen z.B. 2015 von den 891.801 in der amtlichen Tourismusstatistik erfassten Gästeübernachtungen in gewerblichen Betrieben (Hotels, Gasthöfe, Pensionen mit jeweils mindestens 10 Betten) 712.859 Übernachtungen (Anteil 79,9 %) auf Gäste aus dem Inland, 178.942 Übernachtungen (Anteil 20,1 %) auf Gäste aus dem Ausland, heißt es in einem aktuellen Bericht vom Eigenbetrieb Congress – Tourismus – Wirtschaft (CTW).

Doch auch viele ausländische Gäste wählen Würzburg als Städtereise-Destination aus. Die meisten Übernachtungsgäste kamen 2015 aus den USA, dicht gefolgt von den Niederlanden, Schweiz, Großbritannien und China.

Verschiedene Szenarien

Die Stadt Würzburg beschäftigt sich nun intensiv mit dem Ausbau von Hotelbetten, da die Langzeitstudien zeigen, dass trotz einer Stagnation des Gästebetten-Angebotes die Besucherströme nicht abreißen, im Gegenteil, sie steigen von Jahr zu Jahr. Im Werksausschuss der Stadt wurden nun am vergangenen Montag verschiedene Szenarien des Bettenbedarfs für Gäste bis zum Jahr 2025 vorgestellt.

Bis 2025 etwa 1.800 Betten mehr

Es wird damit gerechnet, dass es bis zum Jahr 2025 etwa 1.800 Betten mehr als noch 2015 geben wird. Insgesamt wären es dann rund 6.000 Betten in Würzburg – was im Gegensatz zu vergleichbaren Städten, wie zum Beispiel Regensburg, immer noch zu wenig wäre. Bis zum Jahr 2025 soll es nämlich zwischen 1,1 und 1,2 Millionen Gästeübernachtungen in Würzburg geben, so beschreibt es ein Szenario, welches im Werksausschuss vorgestellt wurde. Bei diesen Zahlen wären jeden Tag über 50 Prozent der Gästebetten belegt. Deswegen muss darauf Wert gelegt werden, dass ein nachhaltiges Gästebetten-Angebot für Würzburg erstellt werde, um den Städtetourismus stetig weiterzuentwickeln. Daran soll jetzt von Seiten der Stadt und dem Congress – Tourismus – Wirtschaft gearbeitet werden.

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