Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Foto Pascal Höfig
Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Foto Pascal Höfig

OB Schuchardt zur Sperrung des Kardinal-Faulhaber-Platzes

Reaktionen machen betroffen

Folgendes Statement wurde auch über die persönliche Facebook-Seite kommuniziert:

„Die Kritik an der Sperrung und Wegnahme von 80 Stellplätzen habe nicht erwartet. Im Gegenteil, die aktuellen Reaktionen zur Sperrung des Kardinal-Faulhaber-Platzes und zur provisorischen Begrünung machen mich betroffen. Wenn das bei Teilen der Bevölkerung als „Trotzreaktion“ ankommt, entschuldige ich mich für diese Wirkung in aller Form. Das war nicht meine Absicht, ist nicht mein Stil und verbietet sich allein schon aus Respekt gegenüber rund 40.000 Wählern, die ich schließlich auch persönlich zur Wahl im neuen Briefwahlverfahren aufgerufen habe.

Kurzfristige Sperrung als Zeichen

Die kurzfristige Sperrung ist für mich die erste Phase der Umsetzung und ein deutliches Zeichen, dass ich das Votum der Bürger ernst nehme und es mit der gleichen Entschiedenheit umsetze, wie ich es getan hätte, wenn das Ratsbegehren gewonnen hätte. Als Oberbürgermeister dieser Stadt sehe ich mich genau dazu in der Pflicht: Im Sinne eines Votums zu handeln, auch, wenn es nicht meiner persönlichen Überzeugung entspricht, hinter der ich nach wie vor stehe: eine erreichbare Stadt für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen.

Alles zum Kardinal-Faulhaber-Platz

Wesentliches Ziel der Bürgerinitiative war eben, einen Beitrag gegen die Luftverschmutzung durch Wegnahme der Parkplätze ohne Ersatz durch unterliegende Tiefgaragenstellplätze. Der Text des Bürgerbegehrens beinhaltet die Passage: „Zum frühest möglichen Zeitpunkt sämtliche rechtlich zulässigen Maßnahmen“ zu ergreifen. Sicherlich hätte es auch in einer Woche gereicht, den Platz für den Parkverkehr zu sperren, auch in einem Monat oder zwei. Wenn dieses aber nicht sofort erfolgt, wäre dann nicht schnell der Vorwurf der Verzögerungstaktik oder Unwillen im Raum gestanden? Genau dem wollte ich vorbeugen, indem ich wirklich den „frühestmöglichen Zeitpunkt“ wähle – also sofort.

Während des Urlaubs veranlasst

Deswegen habe ich die Vorlage für die weitere Vorgehensweise schon am Montag während meines Urlaubs veranlasst, die seit gestern Dienstag öffentlich ist und das Vorgehen transparent gemacht. Das Tiefbauamt erarbeitet aktuell den Fahrplan zur Entsiegelung, die  in den nächsten Wochen erfolgen soll, und eine Kostenschätzung.

Drei Phasen geplant

Mithin gibt es drei Phasen: Die erste, die bereits erfolgt ist: sofortige Sperrung und Möblierung mit Wanderbäumen. Die zweite: Noch in 2017 die Entsiegelung und Gestaltung mit Rollrasen und gestreuten Verbindungswegen als attraktive Fläche für den Übergangszeitraum und die Dauer der LGS. Die dritte:  Ein Wettbewerb und die endgültige Herstellung, die frühestens 2019 begonnen wird, auch im Hinblick auf die LGS. Ich betone nochmals: Mein Ziel war und ist ausschließlich, eine zügige Umsetzung zu signalisieren. Und damit meinen Respekt vor dem Bürgerwillen zu unterstreichen.“

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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