Der gesperrte Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig
Der gesperrte Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig

Ab sofort absolutes Halteverbot auf Kardinal-Faulhaber-Platz

Tag danach

Die Würzburgerinnen und Würzburger haben entschieden: Der Kardinal-Faulhaber-Platz soll sich in Zukunft in einen grünen Platz ohne darunter liegender Tiefgarage verwandeln. Somit wurde das von der Stadt ins Rennen geschickte Ratsbegehren abgelehnt und der Bürgerentscheid 2 des Aktionsbündnisses „Grüner Platz am Theater“ von einer Mehrheit gewählt. Am Tag nach der Abstimmung hat die Stadt dann bereits das weitere Vorgehen auf dem Platz in einer Pressemitteilung erläutert.

Alles zum Kardinal-Faulhaber-Platz

Hier heißt es: „Die langfristigen Maßnahmen, die Aufbereitung des Bodens, die landschaftsarchitektonische Gestaltung und die Verkehrsführung benötigen in Umsetzung sicher einen Vorlauf vergleichbar mit der Fußgängerzonengestaltung in der Spiegel- und Eichhornstraße, sie werden schnellstmöglich angegangen.“

Parkverbot ohne Ankündigung

Schnellstmöglich hieß also sofort. Denn schon am selben Tag wurden bereits Halteverbotsschilder auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz aufgestellt. Die Autofahrer werden auf den Schildern darauf hingewiesen, dass auf dem gesamten Platz ein Halteverbot ab dem 3. Juli, 12 Uhr, gilt. Diese Schilder wurden wohlgemerkt erst am Morgen des 3. Juli aufgestellt.

In der Pressemitteilung heißt es, dass das Umparken noch bis Freitagmittag möglich sei. Für die 29 Bewohnerparkplätze, die aktuell auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz eingerichtet sind, gibt es Ersatz in der Oeggstraße. Die Taxistellplätze werden vor der AOK eingerichtet. Hier befinden sich auch weiterhin drei Behindertenstellplätze. Für die Motorradstellplätze gibt es hingegen keinen Ersatz vor Ort, heißt es von Seiten der Stadt.

Die Übergangszeit bis zum Beginn der endgültigen Umgestaltung möchte die Stadt laut Pressemitteilung dazu nutzen, die Würzburger spüren zu lassen, „dass der Wille des Bürgers ernst genommen und dem hohen Interesse Rechnung getragen wird“. Deshalb wurde schon jetzt damit begonnen, „die Oberflächenparkplätze zu beseitigen und eine übergangsweise Begrünung zu schaffen. Die LGS-Wanderbäume kommen hier zu einem Sondereinsatz.“

Aktionsbündnis: „Sperrung hätte man ankündigen können“

Seitens des Aktionsbündnisses wurde auf diese sehr kurzfristige Sperrung wie folgt reagiert: „Das eindeutige Ergebnis ist ein klarer Auftrag an die Stadt. Die Umsetzung erfordert ruhige Planung. Die Neugestaltung sollte von der Verwaltung entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wir wünschen uns einen Weg geprägt von Transparenz und offener Diskussion.

Eine öffentliche und anschauliche Präsentation der Pläne auf dem Kardinal Faulhaber Platz wäre ein charmanter Auftakt für die Neuorientierung in der Stadtentwicklung und wäre gut geeignet, zwischen Befürwortern und Gegnern zu vermitteln. Die jetzt im Eiltempo erfolgte Sperrung hätte man so auch mit einem gewissen Vorlauf ankündigen können, damit sich der Bürger nachvollziehbar auf die neue Situation einstellen kann,“ erklärte Jörg Töppner, Sprecher des Aktionsbündnisses.

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