5 Dinge, die man in Würzburg nicht genug würdigt

Aufmerksamkeit

Wenn es darum geht, Dinge an Würzburg zu finden, die nicht passen, fehlen oder schlecht gemacht sind, werden die Stimmen ganz schnell laut. Doch wie man hier und da immer wieder raushört, ist Würzburg für seine Stadtgröße eine echt coole Stadt. Es ist nicht zu groß und nicht zu klein, kann natürlich nicht immer mit dem Angebot einer Großstadt mithalten, aber hat definitiv mehr zu bieten als einige andere Städte.

Würzburg, was geht?

Wenn man genau darüber nachdenkt, lässt es sich hier schon gut aushalten! Doch mal abgesehen vom Dom, der Festung und der Residenz, die tagtäglich mehrere Touristengruppen bestaunen, gibt es in Würzburg noch viel mehr, was definitiv Aufmerksamkeit verdient hätte! Wir haben mal ein wenig nachgedacht und fünf Dinge gefunden, die in unserer Stadt nicht genug gewürdigt werden. Fällt Dir noch etwas anderes ein? Wir freuen uns über Tipps in den Kommentaren.

Keine großen Entfernungen

Baustelle hier, Baustelle da. Wer in Würzburg unterwegs ist, muss sich durch vorübergehende Einbahnstraßen und zähen Verkehr kämpfen. Jaja, die ständigen Sanierungsarbeiten können einem schon auf den Geist gehen. Und es dauert einfach alles so viel länger, oder?

Doch wenn man mal genau darüber nachdenkt – das Wort „lange“ ist relativ. Was für uns einer halben Weltreise gleicht, ist beispielsweise für Münchner ein Katzensprung. Fünf bis zehn Minuten bis zum nächsten Lebensmittelladen? Zu seinem Friseur maximal zwanzig Minuten mit dem Fahrrad? Großstadtkinder würden nur darüber lachen und davon ausgehen, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt. Klar, wer von außerhalb kommt, hat natürlich einen längeren Anfahrtsweg als jemand, dessen Häuschen relativ zentral in Würzburg gelegen ist. Aber dass alles so nah beieinander liegt, man prinzipiell alles erlaufen kann und nicht stundenlang mit U-Bahn, Bus und Straba durch die Gegend sausen muss, ist doch ziemlich angenehm.

Festivals

Das Africa Festival ist völlig überteuert und das Heroes Festival zu sehr Hip Hop lastig. Wie man es macht, macht man es falsch. Die vielen kleinen Feste und auch die Festivals in und um Würzburg, hinter denen immer großer Aufwand steht, werden meist eher kritisch beäugt und sind immer viiiiiel zu teuer!

Gastbeitrag Africa Festival

Was allerdings würden wir Würzburger ohne unser großes Sommerangebot mit unserer freien Zeit anstellen? Wahrscheinlich uns beschweren, dass Würzburg nichts zu bieten hat. Daher sollten wir dankbar sein, dass wir eine so große Auswahl an Open air-Events geboten bekommen und vielleicht ab und an mal unseren Geiz zu hause lassen und an die vielen fleißigen Helfer denken, die unseren Freizeitspaß ermöglichen.

Kleinkunstbühnen

Neben dem großen und abwechslungsreichen Freizeitangebot sind es vor allem die Kleinigkeiten, die Würzburgs Vielfältigkeit ausmachen. Kleinkunstbühnen wie das Bockshorn, Chambinsky und Omnibus verleihen der Kulturszene Würzburgs ihren ganz eigenen Charme. Die vielen Kabarettisten, Musiker und Comedians sorgen für Stoff zum Nachdenken, Tanzen und Lachen. Sie sorgen für gute Laune und Unterhaltung, um unseren teilweise tristen Alltag aufzuwerten. Wir lachen doch alle gern, also lasst uns häufiger die Chance nutzen und nationale, sowie internationale Spaßbringer auf unseren Kleinkunstbühnen bewundern!

Man kennt sich

Großstädte heißen nicht umsonst Großstädte. Alles ist überdimensional hoch, kilometerweit voneinander entfernt und maximal überteuert. Im Strom der Menschenmenge hält niemand Blickkontakt, kein Obsthändler grüßt und in der U-Bahn starrt jeder nur emotionslos auf sein Smartphone. Oft hat man das unangenehme Gefühl, einfach in der Menge unterzugehen. Keinen interessiert es, wie es Dir geht, alle leben nebeneinander her und schaut nicht nach links und rechts.

In Würzburg ist das noch etwas anders. Hier grüßt man den bekannte Ladeninhaber, kennt den Bratwurststand auf dem Marktplatz und die Chance, dass man beim Einkaufen auf mindestens zwei bekannte Gesichter trifft, liegt schon beinahe bei 100 Prozent. Auch wenn es Tage gibt, an denen man am liebsten niemanden sehen oder hören will und nur schnell seinen Erledigungen nachgehen möchte, ist es doch eigentlich etwas Wunderschönes, oder?

Sauberkeit

Müllsäcke, die sich bis zu den Wolken stapeln, Mülleimer, die schon seit mindestens drei Jahren voll sind, oder Kippen und Bierflaschen, die schön säuberlich an den Hauswänden entlang aufgestellt wurden. Kennen wir in Würzburg? Nicht im Übermass. Klar, je größer die Stadt, desto größer die Müllansammlung und desto schwieriger, diese in den Griff zu bekommen. Aber verglichen mit anderen Städten ist die Würzburger Innenstadt doch wirklich weitgehend ordentlich und aufgeräumt.

 

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