Eine interaktive Ausstellung über eine besondere Persönlichkeit, die Mainfranken nachhaltig prägte: Julius Echter von Mespelsbrunn. Foto: Dominik Ziegler
Eine interaktive Ausstellung über eine besondere Persönlichkeit, die Mainfranken nachhaltig prägte: Julius Echter von Mespelsbrunn. Foto: Dominik Ziegler

5 Gründe, warum man sich die Julius Echter Ausstellung ansehen sollte

Ausstellung im Museum am Dom

Julius Echter, der 44 Jahre lang (1573-1617) als Fürstbischof von Würzburg herrschte, prägte Mainfranken nachhaltig. Der 400. Todestag Julius Echters ist Anlass für die Diözese Würzburg, sich diesem Abschnitt ihrer Geschichte offen und kritisch zu nähern und sie in einer aufwendigen Ausstellung unter dem Titel „Julius Echter 1573-1617. Der umstrittene Fürstbischof – Eine Ausstellung nach 400 Jahren“ im Museum am Dom mit Hilfe zahlreicher hochkarätiger nationaler und internationaler Exponate vor Augen zu führen. Warum man sich diese Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen sollte, fassen wir für Euch zusammen:

Polarisierende Persönlichkeit

Keine Persönlichkeit der Würzburger Geschichte polarisiert in einem solchen Maß wie Julius Echter. Die einen sehen ihn als den entschlossenen und glaubensstarken Fürsten, dessen Gründungen Universität und Juliusspital bis heute nachwirken. Für andere ist er der intolerante Eiferer, der Gegenreformator, Vertreiber der Protestanten, der Judenfeind und Hexenverbrenner.

Aufregende Biographie

Die Ausstellung will versuchen, sich über die Einbettung in historische Hintergründe der Person und dem Wirken Julius Echters zu nähern. In sechs Sektionen werden sowohl die Biographie Echters und sein Aufstieg bis zum Fürstbischof beleuchtet, als auch die politischen Strukturen seiner Zeit, seine Netzwerke und Prägungen und das Doppelamt aus weltlicher und geistlicher Herrschaft.

Lebendige Ausstellung

Die besondere Prägung Würzburgs und Frankens, die sich bis heute an Universität, Juliusspital und Marienfestung sowie den zahlreichen „Echter-Kirchtürmen“ zeigt, wird für den Besucher auch durch mediale Aufbereitung sinnlich erfahrbar gemacht. Denn neben vielfältigen Hörstationen und Filmsequenzen gibt es auch einen Audioguide, in dem die Exponate der Ausstellung lebendig werden.

Erklärungsansätze zur kontroversen Wahrnehmung

Die Ausstellung will vor allem versuchen, Erklärungsansätze für die heute nach wie vor kontroverse Wahrnehmung auf die Person Julius Echter anzubieten. Die oft thematisierten Schattenseiten seiner Regierung, die Vertreibung der Protestanten, die Enteignung der jüdischen Gemeinde und die Verbrennung vermeintlicher Hexen, spielen dabei in der Ausstellung ebenso eine Rolle wie Versuche der bewussten Selbstinszenierung des Fürstbischofs als Ideal eines gerechten und weisen Herrschers.

Verschiedene Perspektiven

Die Ausstellung will den Besucher dazu einladen, die Person Julius Echter aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen und sich abschließend ein eigenständiges Urteil zu bilden – sie möchte ein Forum des lebendigen Austauschs über historische und aktuelle Debatten sein. Die Ausstellung nähert sich der Person Julius Echter aus einer neutralen Sichtweise, damit dem Besucher ein unvoreingenommenes Bild präsentiert wird.

Öffnungszeiten

  • Dienstag, Mittwoch und Freitag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
  • Jeden Samstag und Sonntag: Öffentliche Führung für interessierte Einzelbesucher um 14.30 Uhr
  • Am 29. Juli, 19. August und 16. September jeweils um 15 Uhr öffentliche Führung für Kinder ab sechs Jahren, Anmeldung erforderlich!

Führungen durch die Ausstellung können gebucht werden über Museum am Dom, Tel: 0931- 386 65 600

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