Stadtstrand Würzburg. Foto: Stadtstrand Würzburg
Stadtstrand Würzburg. Foto: Stadtstrand Würzburg

Sollte am Stadtstrand Baden im Main erlaubt werden?

Abkühlung im Sommer

Auch in Würzburg erreichen die Temperaturen in letzter Zeit immer öfter die 30-Grad-Marke und zu einer Abkühlung sagt dann gewiss niemand nein. Ob das dann in Form von Eis und kühlen Getränken von innen passiert, oder in Form von Badesee oder Freibad äußerlich, bleibt jedem selbst überlassen. Doch wäre es nicht super, beides einfach vereinen zu können? Am Würzburger Stadtstrand wäre das theoretisch möglich, da die Location direkt am Main gelegen ist.

Weinstrand am Stadtstrand

Doch so einfach gestaltet sich die Möglichkeit, vom Strand in den Main zu hüpfen, allerdings nicht. Jochen Würtheim, Betreiber des Stadtstrandes, hat sich nun mit einer Mail an unsere Redaktion gewandt und erklärt, dass er sich schon seit Jahren um eine Bademöglichkeit am Stadtstrand bemüht, bisher aber keinen Erfolg hatte.

Mehrere Versuche gestartet

Laut Würtheim wurden bereits mehrere Versuche einer Genehmigung mit unterschiedlichen Badelösungen unternommen, jedoch erhielt man bisher für keine einen Zuschlag. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt sieht die Installation einer sogenannten Badeinsel im Main, angrenzend an den Stadtstrand, als einen erheblichen Gefahrenpunkt, so Würtheim.

„Von Anfrage zu Anfrage konnten wir alle vom Amt aufgeführten Bedenken und Gefahren durch weitere Vorschläge sowie anderen Badelösungen eliminieren, bis zum jetzigen Planungsstand. Unser finaler Vorschlag, der bereits weltweit erprobt, seit Jahren im Einsatz ist und mit allen TÜV-Zertifikaten ausgewiesen ist, wurde ebenso abgelehnt“, erzählt Stadtstrandchef Jochen Würtheim. Begründung vom Amt: Eine mobile Badeplattform in diesem Bereich des Mains sei nicht sicher genug, da die Gefahr bestehe, ein Schiff könne in die Badeinsel krachen.

Die Stadt Würzburg habe laut Würtheim zwar schon ihr Wohlwollen nach Schweinfurt signalisiert, allerdings ohne Erfolg, da die Stadt in diesem Fall nicht die zuständige Behörde für eine Genehmigung ist.

Wie und wo?

Im Antrag für die Genehmigung einer Badeplattform wird genauer erklärt, wie das Gebilde aussehen soll und wo es sich genau befinden soll: „Der hierfür vorgesehene Bereich liegt weit außerhalb der Fahrrinne der Berufsschiffsfahrt, nicht in der unmittelbaren Nähe von Brücken, Wehren, Schleusen oder sonstigen direkten Gefahrenstellen. Da die Plattform erst am südlichsten Ende des Geländes eingebracht werden soll, ist ausreichend Platz für aus dem Altarm ausfahrende Sportboote oder auch Ruderer der Ortsansässigen Clubs. Geplant ist der Betrieb ausschließlich in den Sommermonaten. In der Winterpause des Stadtstrandes ist die Anlage demontiert.“

Weiter heißt es, dass es sich um eine reine Badeinsel handeln soll und nicht zum Anlegen von Booten dienen soll. „Dies verhindert zudem ein umlaufender Zaun, die Badegäste befinden sich ausschließlich im Inneren der Anlage. Die Badeplattform besteht aus flexibel verbundenen Schwimmkörpern, die Wellenschlag sowie Tidenhub ausgleichen. Der entstehende Wellenschlag, der in diesem Bereich langsamer fahrenden Schifffahrt, wird etwas gebremst.

Die Badeanlage ist rutschhemmend begehbar und nach außen komplett umwehrt. Die eigentliche Badefläche ist mit einem beschwerten Sicherheits-Netz ausgeschlagen, so dass keiner der Badegäste den Schwimmbereich verlassen, oder durch Sog oder ähnliches abgetrieben werden kann.“

Es bleibt also abzuwarten, ob man vielleicht irgendwann einmal am Würzburger Stadtstrand im Main baden kann oder nicht.

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