Das Africa Festival 2017. Foto: Pascal Höfig
Das Africa Festival 2017. Foto: Pascal Höfig

Gastbeitrag: Africa Festival über den Thekenrand

Ein anonymer Gastbeitrag.

Im Bann des Festivals

Auch dieses Jahr konnte ich mir das Africa Festival nicht entgehen lassen. Die letzten 3 Jahre habe ich schon auf dem Africa Festival hinter der Theke gestanden und das Treiben mit beobachten können. Neben den vielen Ständen im Basar, den afrikanischen Leckereien und dem musikalischen Programm sind die vielen unterschiedlichen Charaktere, die sich auf dem Gelände tummeln, immer wieder beeindruckend.

African Style

Richtig, hier steht alles unter dem Motto Afrika, aber dennoch sind so manche Anblicke fraglich. Zwar sind in dem Basar zahlreiche Varianten an wild gemusterten und bunten Kleidungen zu finden und käuflich zu erwerben, doch für so manch einen Besucher sind sie eventuell nicht ganz typgerecht.

Aber was soll’s, wenn Schatzi sagt, es steht einem super und sich gleich noch das passende Gegenstück aufschwatzen lässt, dann kann es ja nur ein Blickfang sein. Ein Blickfang mag das neugewonnene Lieblingsstück ja sein, aber ob das nun der Passgenauigkeit zugeschrieben ist, sei mal dahin gestellt.

Happy Family

Das 4-tägige Festival ist nicht nur aufgrund seiner Öffnungszeiten familienfreundlich, denn mit dem Kinderbereich und -programm ist auch für die Kleinen hier viel geboten. Daher ist es um so schöner zu sehen, dass das Festival jedes Jahr neuen Zuwachs bekommt. Ein Phänomen unter den Besuchern des Festivals sind jedoch die Familien, die ihre Entstehungsgeschichte sicherlich dem Event zuschreiben können. Auch dieses Jahr war der ca. einjährige Neuzuwachs mit seinen 1-2 Jahre älteren Geschwistern ein häufiger Anblick. Es ist doch immer wieder schön, wenn Traditionen bewahrt werden und an die Kinder weitervermittelt werden.

Täglich grüßt das Murmeltier

Die Hauptbeschäftigung einer Thekenkraft? Wieder Erwarten ist es nicht die Ausgabe der erfrischenden Getränke, sondern das Erläutern der Pfandfunktion und Anwendung. Bevor die Gäste ihr Erfrischungsgetränk in Händen halten können, müssen sie zuerst einige Hürden überwinden.

  1. Eine Kasse ausfindig machen, an der man die grünen Getränkebons erwerben kann.
  2. Eine Theke ausfindig machen
  3. Den Getränke Bon abgeben
  4. Je 2,00 Euro Pfand zahlen
  5. Getränk und Pfandbon entgegen nehmen

Zwar weisen einige Schilder auf diesen Vorgang hin, dennoch ist das Thekenpersonal jedes Jahr aufs neue damit beschäftigt, den Vorgang zu erläutern und zu begründen. Die „teuren“ Getränkepreise erschweren die Argumentation des Häufigeren.

Preis-Leistung?

Immer häufiger liest man, dass das Africa Festival überteuert ist und es keinen Besuch mehr wert ist, da die Qualität nicht mehr der von früher gerecht wird. Natürlich sind 8,00 Euro ein satter Betrag, nur um Zutritt auf das Festivalgelände zu erlangen, wo dann auch noch das Essen, Trinken und auch Souvenirs bezahlt werden wollen. Andererseits ist die Atmosphäre nicht nur den privaten Standbesitzern geschuldet, sondern auch der Musik und dem Aufbau des Geländes. Das Personal und Material um dies alles zu bewerkstelligen, muss auch erst einmal finanziert werden. Und sind wir mal ehrlich – wenn man einen ganzen Tag auf einem schönen Gelände mit Musik und guter Laune verbringen kann, dann sind 8,00 Euro sehr wohl vertretbar.

Dennoch hätte ich einen Vorschlag, der eventuell den Besuchern und Veranstaltern einen Kompromiss verschaffen könnte. Wie wäre es denn mit vergünstigten Tickets ab einer gewissen Uhrzeit? So dass sich die vielen Studenten Würzburgs auch mal auf die afrikanischen Mainwiesen trauen?

Mein Africa Festival

Alles in allem bin ich der Meinung, dass das Africa Festival nicht mehr aus Würzburg wegzudenken ist und definitiv seine Daseinsberechtigung inne hat. Auch ich würde privat nicht um einen Besuch herum kommen, da die Atmosphäre und die vielen netten Menschen mich einfach in seinen Bann ziehen. Dennoch bereitet es mir am meisten Freunde mit meinem Team für die Erfrischung der Festivalgänger da zu sein, sei es mit den kühlen Getränken oder mit guter Laune. Ich persönlich kann das 30-jährige Jubiläum im nächsten Jahr kaum abwarten.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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