Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg bei einer Übung mit der Hubschrauberstaffel der Polizei. Archivfoto: Pascal Höfig
Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg bei einer Übung mit der Hubschrauberstaffel der Polizei. Archivfoto: Pascal Höfig

Kalbenstein: Wanderer stürzt 30 Meter in die Tiefe

NACHTRAG 15:00 Uhr: Der Verletzte 62-Jährige ist nach aktuellem Stand außer Lebensgefahr. Weiterhin gilt es zu berichtigen, dass die Rettung nicht ausschließlich durch die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg vollzogen wurde, sondern maßgeblich durch die Bergwacht Frammersbach.

Hubschrauber und Höhenretter im Einsatz

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem am Donnerstagabend ein Wanderer vom Kalbenstein in die Tiefe gestürzt ist, befindet er sich nun mit lebensbedrohlichen Verletzungen in medizinischer​ Behandlung. Zur Verletztenbergung war der Einsatz von Hubschraubern und den Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Würzburg erforderlich.

Umfangreiche Suche

Gegen 19:15 Uhr teilte ein Fahrgast bei der Feuerwehr Karlstadt telefonisch mit, dass er soeben bei der Zugfahrt den Sturz einer Person vom Kalbenstein beobachtet habe. Der unmittelbar an der Eisenbahnlinie und B26 liegende Berg wurde daraufhin von einem Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei abgesucht.

Hierbei kamen auch ein Rettungshubschrauber sowie ein Hubschrauber der bayerischen Polizei zum Einsatz.

Im Bereich des Steilhangs „Edelweiß“ konnte dann der 62-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart aufgefunden werden. Der Mann hatte nach einem Sturz von fast 30 Metern Tiefe schwere Verletzungen davon getragen.

Wettlauf gegen die Zeit

Der Verletzte konnte in dem schwierigen Gelände etwa zwei Stunden nach dem Notruf erfolgreich durch die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg mittels der Seilwinde des Polizeihubschraubers geborgen werden.

Für die Rettungskräfte ergab sich bei der Rettungsaktion ein Wettlauf gegen die Zeit, da sich eine Bergung mit dem Hubschrauber bei Dunkelheit als sehr problematisch gestaltet hätte. Der Wanderer wurde in ein Krankenhaus geflogen, nach derzeitigem Erkenntnisstand besteht für ihn Lebensgefahr.

Die bisherigen Ermittlungen zu dem Unfallgeschehen ergaben, dass der 62-Jährige zusammen mit einer kleinen Gruppe zum Wandern auf dem Kalbenstein unterwegs war. Kurz vor dem Absturz hatte sich der Mann offenbar von der Gruppe entfernt und wurde von dieser erst später vermisst.

Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden

Die genauen Hintergründe zu dem Absturz sind bislang nicht abschließend geklärt und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Karlstadt übernommen wurden. Es liegen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vor.

Bei der Rettungs- und Suchaktion waren weiterhin zwei Streifen der Polizeiinspektion Karlstadt, eine Streife der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg, Angehörige der Rienecker Bergwacht sowie der Freiwilligen Feuerwehren Karlstadt und Gambach im Einsatz.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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