Amtseinführung am 19. Septmeber 2004. Foto: Markus Hauck
Amtseinführung am 19. Septmeber 2004. Foto: Markus Hauck

Bischof feiert 75. Geburtstag

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

„Ich wurde als Bischof in eine Zeit hineinbestellt, in der in Kirche und Gesellschaft ein großer Wandel stattfindet“, sagt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann. Am 25. Juni 2004 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum 88. Bischof von Würzburg. Am Freitag, 12. Mai, wird Bischof Hofmann 75 Jahre alt.

Gebürtiger Kölner

Seit über zwölf Jahren steht Bischof Hofmann an der Spitze der Katholiken in Unterfranken. „Ich bin froh und dankbar, dass der Papst mir die Möglichkeit eröffnet hat, Bischof von Würzburg zu werden“, betont er. Der Wechsel sei ihm, dem gebürtigen Kölner, nicht so schwer gefallen, wie er selbst anfangs befürchtet habe. „Würzburg ist von seiner Geschichte, seiner Lage, seiner Kultur und den Menschen her so eine lebenswerte Stadt, dass vieles auch aufgefangen wurde und ich Köln mit all den Attraktionen nicht vermisst habe.“

Umstellung

War er als Weihbischof in Köln für Düsseldorf zuständig, musste er sich als Bischof von Würzburg von einem Stadtbistum umstellen auf ein fränkisches Landbistum. „Die kleinen Gemeinden im Bistum Würzburg liegen oft weit auseinander. Bei Priester- und Gläubigenmangel hat diese Situation zur Folge, dass nicht in jeder Gemeinde sonntags die heilige Messe gefeiert werden kann, sondern eine Wort-Gottes-Feier an die Stelle der Messfeier tritt.“

Bistumspartnerschaften

Ein echtes Anliegen sind Bischof Hofmann die Bistumspartnerschaften mit Mbinga in Tansania und Óbidos in Brasilien. 2012 besiegelte er mit seinem brasilianischen Amtsbruder Bischof Bernardo Johannes Bahlmann den Vertrag über die Bistumspartnerschaft.

„Von den Südamerikanern lernen wir, dass Kirche vor Ort lebt, auch wenn die wenigen Priester, die riesige Pfarreien betreuen, nur selten in die kleinen Gemeinden kommen können.“ In Afrika sei die Kirche jung und nehme auch das Wohl der Menschen in den Blick, nicht allein das Heil. „Die Kirche setzt sich dort dafür ein, die Strukturen der Gesellschaft aufzubauen, damit die Menschen im eigenen Land ein lebenswürdiges Leben führen können und erst gar nicht flüchten müssen.“

Ruhestand

Gemäß den Vorgaben des Kirchenrechts hat Bischof Hofmann zu seinem 75. Geburtstag Papst Franziskus seine Versetzung in den Ruhestand angeboten. Dieser wird über die Annahme des Ruhestandsgesuchs entscheiden. Als emeritierter Bischof werde er dann in die zweite Reihe zurücktreten und sich zunächst von allen Verpflichtungen fernhalten. „Gerne werde ich mithelfen, wenn mein Nachfolger dies will und es meine Gesundheit zulässt.“

Zur Person

Friedhelm Hofmann kam am 12. Mai 1942 in Köln-Lindenthal zur Welt. Zwei ältere und ein jüngerer Bruder gehören zur Familie. Ab 1948 besuchte er die katholische Grundschule in Köln-Vogelsang, anschließend von 1955 bis 1963 das Erzbischöfliche Collegium Marianum in Neuss.

Am dortigen Staatlichen Quirinus-Gymnasium erwarb Hofmann 1963 das Abitur. Im selben Jahr begann er das Philosophie- und Theologiestudium in Bonn, 1967 wechselte er an das Priesterseminar in Köln. Am 3. Februar 1969 empfing er durch Kardinal Josef Frings die Priesterweihe im Kölner Dom.

Domvikar

Danach wirkte Hofmann drei Jahre als Kaplan an Sankt Peter in Köln-Ehrenfeld. 1972 berief ihn Kardinal Joseph Höffner als Domvikar und Dompfarrvikar an den Hohen Dom zu Köln. Von 1978 bis 2004 war Hofmann als Nachfolger von Weihbischof Wilhelm Cleven Vorsitzender des Deutschen Lourdes-Vereins.

Am 25. Juli 1992 ernannte Johannes Paul II. Hofmann zum Weihbischof in Köln und Titularbischof von Taddua. Am 13. September 1992 empfing Hofmann die Bischofsweihe in Köln. Zum 88. Bischof von Würzburg wurde Hofmann am 25. Juni 2004 ernannt und am 19. September 2004 im Kiliansdom eingeführt.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des bischöflichen Ordinariats Würzburg.

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