André Hahn, Julia Wintzheimer, Sabine Herrmann und Claudius Stanke haben den „Coffee-to-go-again“- Becher ins Leben gerufen. Foto: Claudia Lother
André Hahn, Julia Wintzheimer, Sabine Herrmann und Claudius Stanke haben den „Coffee-to-go-again“- Becher ins Leben gerufen. Foto: Claudia Lother

Stadt ruft „Coffee-to-go-again“-Becher ins Leben

Becher verschmutzen Umwelt

Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) landen in Deutschland rund 320.000 Einwegbecher pro Stunde im Müll. Hochgerechnet kommen hier jährlich fast drei Milliarden Einwegbecher zusammen, die Straßen, öffentliche Plätze und die Natur verschmutzen. Die Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung Neumaterial eingesetzt wird.

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Es werden somit praktisch keine Recyclingpapierfasern genutzt, sodass für die Herstellung dieser Becher neue Bäume gefällt werden müssen, so heißt es in einer Pressemitteilung. Einwegbecher bestehen zudem nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff, für dessen Produktion Rohöl benötigt wird. Es spricht also vieles dafür, auf Mehrweg umzusteigen.

„Würzburg trinkt fair“

Die Stadt Würzburg geht mit gutem Beispiel voran und hat einen wiederverwendbaren „Coffee-to-go-again“-Becher aufgelegt. Dieser Becher ist „Made in Germany“ und besteht zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Als Material wurde Baumharz verwendet, das als Nebenprodukt bei der Papierherstellung entsteht. Der Becher ist vollständig biologisch abbaubar, spülmaschinenfest und stapelbar.

Die Hitzebeständigkeit der Becher (bis 110°C) ermöglicht den Genuss sowohl kalter als auch heißer Getränke. Die Hitzeschutzmanschetten bestehen aus natürlicher Filzwolle. Verschlossen wird der Becher mit einem Silikondeckel. Der eierschalenfarbene Würzburger „Coffee-to-go-again-Becher“ mit grüner Hitzeschutzmanschette und grünem Silikondeckel trägt den Slogan „Wir feiern die Vielfalt – Würzburg trinkt fair“.

Fest ohne Einweggeschirr

Das Gemeinschaftsprodukt des Büros Würzburg International der Stadt Würzburg und der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Würzburg kommt erstmals beim Europatag/Frühling International mit dem Motto „Wir feiern die Vielfalt“ am 14. Mai 2017 auf dem Landesgartenschaugelände unterhalb der Festung zum Einsatz.

Der Würzburger „Coffee-to-go-again-Becher“ trägt dazu bei, dass bei diesem internationalen Fest komplett auf Einweggeschirr verzichtet werden kann. Der Becher wird gegen Pfand verliehen und kann nach Benutzung wieder abgegeben oder mit nach Hause genommen und wieder gefüllt werden (z.B. mit fair gehandeltem Würzburger Partnerkaffee).

Umweltschonende Alternative

Die Initiatoren des Bechers, Sabine Herrmann und Julia Wintzheimer vom Büro Würzburg International und der Stadtbeauftragte André Hahn von der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Würzburg, freuen sich über die umweltschonende Alternative zur Wegwerfvariante. „In Kombination mit einem fair gehandelten Kaffee oder Tee steht einem in vielen Hinsichten nachhaltigem Genuss nichts mehr im Wege“, so die Initiatoren. Nach dem Fest kann der Becher u.a. im Würzburger Weltladen käuflich erworben werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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