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Die Feuerwehr Kahl zusammen mit den Feuerwehren Karlstein, Alzenau, Mömbris und dem THW Alzenau, um in Alzenau Sandsäcke für die Feuerwehren des Landkreises zu füllen. Foto: Feuerwehr Kahl
Die Feuerwehr Kahl zusammen mit den Feuerwehren Karlstein, Alzenau, Mömbris und dem THW Alzenau, um in Alzenau Sandsäcke für die Feuerwehren des Landkreises zu füllen. Foto: Feuerwehr Kahl

Unwetter über Unterfranken: Schäden in Millionenhöhe

Aschaffenburg und Spessart stark betroffen

UNTERFRANKEN. Die Folgen des schweren Unwetters ab dem Donnerstagnachmittag waren vor allem im Raum Aschaffenburg und im Spessart erheblich. Zahlreiche Keller liefen voll Wasser, Straßen waren unbefahrbar und Hänge rutschten ab. Personen kamen dabei jedoch nicht zu Schaden. Vor allem die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun.

Schwere Regenfälle

Kurz vor 15:00 Uhr gingen erste Notrufe bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken aus dem Kahlgrund ein. Die schweren Regenfälle hatten Hänge abrutschen lassen und führten zu vollgelaufenen Kellern. Die Einsatzschwerpunkte lagen im Bereich Mömbris, Krombach und Alzenau. Im Landkreis Aschaffenburg waren etwa 650 Feuerwehrleute im Einsatz.

Kahlgrundbahn teilweise gesperrt

Die Strecke der Kahlgrundbahn ist in Teilbereichen bis auf weiteres gesperrt. Aktuell (08:30 Uhr) ist zwischen Mömbris und Michelbach ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Neben zahlreichen weiteren Straßen im Kahlgrund war auch die Staatsstraße 2305 in vielen Bereichen zentimeterhoch überschwemmt und musste zeitweise komplett gesperrt werden.

An mehreren Orten kam es zu Erdrutschen und Ausspülungen von Geröll, was zur Unbefahrbarkeit von weiteren Straßen führte.

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In vielen Orten liefen Keller voll Wasser. Die Anwohner der Gemeinde Krombach waren zeitweise ohne Strom. Aus einem Öltank lief Heizöl aus.

11-Jährige in Sicherheit

Gegen 20:00 Uhr suchten die Einsatzkräfte in Mömbris kurzzeitig nach einem 11-jährigen Kind. Das Mädchen war nach Schulschluss um 16:00 Uhr nicht nach Hause gekommen.

Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass die 11-Jährige bei einer Klassenkameradin Schutz vor dem Regen gesucht hatte. Sie konnte wohlbehalten zu ihren Eltern zurückgebracht werden.

Hang droht abzurutschen

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in Bereichen der Landkreise Main-Spessart und Würzburg. Unter anderem waren die Bundesstraße 8 zwischen Erlenbach und Remlingen wie auch zahlreiche Ortsdurchfahrten und Keller überflutet. Bei Zimmern drohte ein Hang der Verbindungsstraße nach Ansbach abzurutschen.

Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk befanden sich im Dauereinsatz. Teilweise dauern die Arbeiten immer noch an.

Zu unwetterbedingten Verkehrsunfällen kam es nicht. Verletzte Personen wurden bislang nicht gemeldet.

Bürgertelefon in Mömbris eingerichtet

Die Gemeinde Mömbris hat eigens zur Erhebung der Schäden ein „Bürgertelefon“ eingerichtet. Anwohner des Marktes Mömbris, denen durch das Unwetter ein Schaden entstanden ist, können sich im Rathaus unter den Telefonnummern 06029 / 705-16 oder -19 melden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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