FHWS-Gebäude in der Münzstraße. Foto: Pascal Höfig
FHWS-Gebäude in der Münzstraße. Foto: Pascal Höfig

Bundesweite Projekte zum Studienverlauf

Warum gibt es so viele Studienabbrüche?

Mit dem Wunsch, das begonnene Studium erfolgreich abzuschließen, startet sicher jeder Studierende – doch rund 28 Prozent brechen einen Bachelorstudiengang ab. Genannt werden für das vorzeitige Beenden u.a. das zu geringe eigenständige Lernen, fehlende Studienerfolge, ein mangelnder Praxisbezug, hohe Prüfungsbelastungen und -ängste, chronische Erschöpfung, Depressionen. Hinzukommen können darüber hinaus Erwartungshaltungen seitens der Eltern / Freunde, von denen Studierende denken, diese erfüllen zu müssen, nicht zutreffende Vorstellungen vom Studiengang, der eigene Charakterzug, eher ein Praktiker sein zu wollen als ein Theoretiker.

Optimale Bedingungen für Studienerfolg

Das Ziel der Hochschulen und Politik ist es, optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Studienabschluss zu schaffen. Zum einen geschieht dies bundesweit über das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das in den nächsten vier Jahren drei Projekte zum Studienerfolg am Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) fördert.

Geplante Projekte

Im Rahmen von „ReSt@MINT“ wird untersucht, inwieweit sich die Resilienz (die psychische Widerstandsfähigkeit) von Studierenden auf deren Studienerfolg in MINT-Fächern auswirkt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Das zweite Projekt „InMaSS“ sieht sich die Wirkungen von institutionellen Maßnahmen von Hochschulen zur Senkung des Studienabbruchs an, während im dritten Projekt „SeSaBa“ der Studienerfolg bzw. – abbruch von Bildungsausländern im Zentrum der Untersuchungen steht.

FHWS beteiligt sich an „ReST@MINT“

Zum anderen entwickeln die Hochschulen vor Ort individuelle Mittel und Methoden, um Studieninteressierte bzw. Studierende zu informieren, zu unterstützen und zu fördern. Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt, die sich als eine von zehn Hochschulen auch am bundesweiten „ReSt@MINT“ beteiligt, um die noch kaum erforschten Zusammenhänge von Resilienz, Studienverpflichtung und –erfolg zu analysieren und Schlussfolgerungen ziehen zu können, hat im Zuge des „Qualitätspakts Lehre“ das Programm „BEST FIT“ entwickelt (Module zur Verbesserung von Bestehensquoten und Praxisfitness der Studierenden).

Wie läuft das Projekt ab?

Im Anschluss an die erste Förderrunde der Jahre 2012 bis 2016 mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro, die 186 Hochschulen erhielten, schließt sich die zweite Förderrunde mit 5,5 Millionen Euro bis zum 31.12.2020 an, die 156 Universitäten und Hochschulen zugesagt wurde.Zusätzlich zu den erfolgreich eingeführten BEST FIT-Maßnahmen der ersten Runde stehen die Kompetenzorientierung sowie Entwicklung im Fokus. Fünf Teilprojekte, die 21 Mitarbeiter betreuen, werden durchgeführt.

Die 5 Module

1. „SEISMO“ setzt sich aus zwei Maßnahmen zusammen, den Selbsteinschätzungshilfen sowie dem Studien- und Kompetenzmonitor als Informationsplattform und „Frühwarnsystem“ bei möglichen kritischen Entwicklungen im individuellen Studienverlauf.

2.„Prophet“ beinhaltet die projekt- und kompetenzorientierte Eingangsphase technischer Studiengänge.

3.„COMA“ (Coaching Matter) werden Studierende in für sie kritischen Phasen durch Lotsen unterstützt, die u.a. Schwerpunkte setzen, kurzfristig Zusatzunterricht anbieten oder Übungsmaterial bereitstellen können.

4.„PIONIER“(Praxis –InnovatiON–Inkubator – EntrepreneuR) ermöglicht Studierenden einen ersten Einblick in die Bereiche des Unternehmertums, der Selbstständigkeit und der Gründung eigener Unternehmen.

5.„FEM“ (Forschungs- und Evaluationsmodul) beschäftigt sich in der Kompetenz- und Studienerfolgsforschung mit dem Ziel, Wirkzusammenhänge zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre sowie der Bestehensquoten vorzuschlagen.

Einbringung von Bildungsausländern

Die FHWS wird darüber hinaus im bundesweiten Modul „ReSt@MINT“ anwendungsorientierte Beiträge einbringen im Bereich der Studienverläufe von Bildungsausländern auf Basis ihrer doppelsprachigen Zwillingsstudiengänge für in- und ausländische Studierende sowie des Masterprogramms „International Social Work with Refugees and Migrants“ und weiterer internationaler Weiterbildungsstudiengänge.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

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