Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH
Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Gibt es bald doch eine neue Multifunktionsarena?

Privates Konsortium

Vielleicht wird es nun doch Wirklichkeit: Schon seit Jahrzehnten wird über das Projekt „Multifunktionsarena“ in Würzburg gesprochen, doch konkrete Planungen gab es bisher nicht bzw. wurden diese dann letztendlich doch immer wieder verworfen. Doch jetzt könnte der Ball wieder ins Rollen kommen und eine Umsetzung könnte tatsächlich in greifbare Nähe rücken, so berichtet die Mainpost.

Schon Ende letzten Jahres wurde bei den Haushaltsberatungen der Stadt verkündet, dass sich ein privates Konsortium gefunden habe, das die Halle errichten und betreiben wolle. Es war auch die Rede von einem Stifter, der einen zweistelligen Millionenbetrag beisteuern möchte. Namentlich wollte er laut Mainpost nicht genannt werden. Das Konsortium will nun den Bau einer Arena in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung vorantreiben, um den Würzburgern vielleicht bald eine top moderne Halle für Sportveranstaltungen, Konzerte und Messen präsentieren zu können.

Komplexes Projekt

Ein Platz für die Halle ist bereits gefunden. Laut Mainpost soll die Arena in der Nähe des Hauptbahnhofes entstehen, genauer, östlich der Grombühlbrücke hinter dem Hotelturm. Und je nach Nutzung bis zu 7.500 Personen Platz bieten. Das Areal gehört seit Ende 2012 dem Würzburger Bauunternehmer Gerold Bader von Bader Wohnbau. Baureferent Christian Baumgart ließ gegenüber der Maipost verlauten, dass die gewünschte Arena seit langem ein komplexes Projekt sei. „Mein Respekt gilt dem privaten Konsortium, das dieses Projekt derzeit konsequent und zielstrebig vorantreibt,“ so Baumgart in der Mainpost. Gutachten und Untersuchungen seien derzeit in Arbeit, so der Baureferent.

„Die Pläne beruhen bislang auf einer Machbarkeitsstudie anhand derer die weiteren erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden. Sie dienen hauptsächlich dazu den Bebauungsplan und die erforderlichen Gutachten zu konkretisieren,“ so Gerold Bader auf Anfrage unserer Redaktion. Beauftragt und bezahlt werden diese von Konsortium und Stadt, heißt es in der Mainpost. Zudem werde im Moment ein tragfähiges Betreiberkonzept weiterentwickelt.

Auf die Frage hin, wann denn nun mit einer konkreten Entscheidung über einen Bau zu rechnen ist, konnte Gerold Bader folgendes erläutern: „Die Entscheidung über den Bau wird nach der Entscheidung über die Finanzierung getroffen werden können. Hier bedarf es einer Abstimmung zwischen den privaten Förderern und der Stadt Würzburg.“

10 Millionen reserviert

Bei den bereits erwähnten Haushaltsberatungen im letzten Jahr wurden vom Stadtrat laut Mainpost insgesamt 300.000 Euro Planungskosten für das städtebauliche Umfeld einer neuen Halle bewilligt. Ab dem Jahr 2021 sind sogar zehn Millionen Euro für eine Multifunktionsarena in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt eingestellt. Finanzreferent Robert Scheller erklärte damals jedoch, dass es sich hierbei um einen Platzhalter „für Umweltmaßnahmen und wie auch immer geartete Beteiligungen an der Arena“ handelt, so die Mainpost. Laut Scheller wird der Betrag kein Betriebskostenzuschuss sein, so Berichte der Mainpost. Ein solcher Zuschuss wird im Stadtrat nach wie vor abgelehnt.

Die in anderen Medien genannten 35 Millionen Euro, die die Halle angeblich kosten soll beruhen laut Bader nur „auf einer „Kostenidee“ eines Ingenieurbüros. Genauere Kosten können erst ermittelt werden, nachdem die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen vorliegen.“

Prüfung und Testplanung

Vom Architekturbüro Albert Speer + Partner (AS+P) aus Frankfurt wurde in Bezug auf die städtebauliche Machbarkeit einer solchen Multifunktionsarena das Areal geprüft und auch bereits eine Testplanung erstellt und vorgestellt. Einen fixen Auftrag, die Halle auch wirklich als Architekten zu planen, hat AS+P allerdings noch nicht erhalten.

„Würzburger Stadtbaustein“

Friedbert Greif, geschäftsführender Gesellschafter bei AS+P, zu den Plänen der Multifunktionshalle: „Bei der Konzeption der multifunktionalen Arena für Sport, Event und Kultur in Würzburg handelt es sich aus Sicht von AS+P um ein gelungenes Beispiel der Reaktivierung einer innerstädtischen Brachfläche. Die Entwicklung einer funktionalen, modernen und flexibel ausgerichteten Veranstaltungsstätte in fußläufiger Nähe zur Würzburger Innenstadt steht so im Gegensatz zur aktuellen Entwicklungstendenz, neue Veranstaltungsstätten aufgrund von Verkehrs- und Emissionsüberlegungen am Stadtrand bzw. vor der Stadtgrenze zu realisieren.

Der zukünftige Standort der Arena östlich der Grombühlbrücke verfügt aufgrund der Nähe zum Würzburger Hauptbahnhof über eine hervorragende Erschließungsqualität im Öffentlichen Nahverkehr. Die Randlage zur Bahn bietet weiterhin die Möglichkeit, die Arena den Reisenden im Fern- und Nahverkehr der Bahn als neuen „Würzburger Stadtbaustein“ vorzustellen und hierdurch Projekt und Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung positiv zu präsentieren.

Darüber hinaus bietet sich als Nutzungssynergie die Inanspruchnahme der umliegenden Stellplatzpotentiale im Bereich der bestehenden und geplanten Parkhäuser am Rande der Würzburger Innenstadt an. AS+P freut sich, an der Projektrealisierung der neuen Arena mitzuwirken und zum Gelingen des Projekts beitragen zu dürfen.“

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