Uebung_lindelbach-72

Einsatzgroßübung der Feuerwehren und Sanitätsdienste

Verpuffung bei Feier

LINDELBACH. Zu einer Brandnachschau wurde die Freiwillige Feuerwehr Lindelbach in den Abendstunden des 26. April 2017 alarmiert.

Bei einer Feier in einer Stallung eines landwirtschaftlichen Anwesens kam es aus unbekannter Ursache zu einer Verpuffung.

Rund 20 Verletztendarsteller

Dass es sich bei dieser Alarmierung um eine Einsatzübung handelte, konnte im ersten Moment kaum erkannt werden.

Mit leistungsstarken Nebelmaschinen wurde künstlicher Brandrauch erzeugt, der durch offene Fenster und zwischen den Dachziegeln nach außen gedrungen ist.

Explosionsknall

Rund 20 Verletztendarsteller, realitätsnah geschminkt, sorgten mit schauspielerischen Können für eine real wirkende Übungssituation.

Einzig die zahlreichen Übungsbeobachter der Hilfsorganisationen und Feuerwehren und die fehlenden Flammen ließen die Einsatzkräfte erkennen, dass sie zu einer Übung alarmiert worden sind.

Der zweite Kommandant der Freiw. Feuerwehr Lindelbach, Michael Götz, der zur Erkundung als erster das landwirtschaftliche Anwesen in der eng bebauten Ortsmitte von Lindelbach betritt, wird mit einem Explosionsknall empfangen.

Einsatzkräfte nachalarmiert

Schlagartig hatte sich das „Feuer“ auf die Scheune ausgebreitet. Schnell wird ihm klar, dass Unterstützung gebraucht wird.

Über die Übungsleitstelle werden die Feuerwehren aus Randersacker, Eibelstadt, Theilheim, Biebelried und Westheim nachalarmiert, die daraufhin mit knapp 80 Einsatzkräften und elf Einsatzfahrzeugen zur Unterstützung anfahren.

Parallel werden rund 80 Einsatzkräfte der Sanitätsorganisationen von Rotem Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst mit sechs Notärzten und zahlreichen Rettungswägen zur Übung alarmiert.

Um das Feuer in Griff zu bekommen, muss von einem im Ort befindlichen Löschwasserteich eine Wasserförderung über eine 600m lange Schlauchtrecke aufgebaut werden.

Im Innenangriff löschen 20 Atemschutzgeräteträger das Feuer und durchsuchen die verwinkelten Stallungen nach den 20 Verletztendarstellern.

Alle Mimen werden gerettet und von den Sanitätskräften gesichtet, erstversorgt und mit den bereitstehenden Fahrzeugen in die „Übungsklinik“ transportiert.

Positives Fazit

Nach einer kurzen Abschlussbesprechung mit den Gruppenführern der Feuerwehren und den Abschnittsleitern der Sanitätseinheiten, bei der auch kritische Anmerkungen gemacht wurden, zog Übungsleiter Kreisbrandmeister Marco Höhn, Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich und BRK-Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger ein positives Fazit und dankten allen Einsatzkräften für ihr Engagement.

Starkes Medieninteresse

Hervorgehoben wurde insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und den Sanitätseinsatzkräften. Die Übung wurde von einem starken Medieninteresse begleitet, die von Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Dirk Wiesner betreut wurden.

Auch auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für die Berichterstattung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Im Übungseinsatz: 

– Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser TSF-W – Lindelbach 46/1

– Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 – Randersacker 40/1

– Mehrzweckfahrzeug MZF – Randersacker 11/1

– Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 – Eibelstadt 40/1

– Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 THL – Eibelstadt 42/1

– Schlauchwagen SW 1000 – Eibelstadt 57/1

– Lichtmast Eibelstadt

– Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 THL – Theilheim 42/1

– Tragkraftspritzenfahrzeug TSF – Westheim 44/1

– Mehrzweckfahrzeug MZF – Rottendorf 11/1

– Einsatzleitfahrzeug „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung“ UG-ÖEL – Würzburg-Land 12/1

– Kreisbrandinspektor Mathias Olbrich – Würzburg-Land 3

– Kreisbrandmeister Marco Höhn – Würzburg-Land 3/3

– Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Dirk Wiesner

– zahlreiche Rettungswägen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Mannschaftstransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe und des Malteser Hilfsdienst.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion Würzburg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT