E-Hockey und viele andere Sportarten können bei No Limits erlebt werden. Foto: Pascal Höfig
E-Hockey und viele andere Sportarten können bei No Limits erlebt werden. Foto: Pascal Höfig

Die 5 abgefahrensten Sportarten bei No Limits

Sport ist Sport

Es ist schon faszinierend, was Sportler alles leisten: 100 m in unter 10 Sekunden sprinten, an beinharten Verteidigern vorbeidribbeln und und und. Doch wie beeindruckend ist es bitte, ohne Augenlicht einen Biathlon zu laufen? Oder mit nur einem Bein beim Fußball Tore zu schießen? Um diese krassen Leistungen geht es beim Sportfest No Limits, das am 6. Mai wieder in Würzburg stattfindet.

Hier kann man Behindertensport mal selber ausprobieren und ein völlig neues Gefühl dafür bekommen, zu was der menschliche Körper fähig ist – nur eben unter anderen Bedingungen. Hier sind unsere Top 5 der faszinierendsten Sportarten, die bei No Limits am Start sind.

Einbeinfußball

Beim Fußball kommt es vor allem auf Geschwindigkeit und Präzision beim Schuss an. Aber wie soll das mit nur einem Bein gehen? Einbeinfußball zeigt: Es ist möglich! Auf einem kleineren Feld spielen einseitig Beinamputierte gegeneinander, die Spielregeln sind allerdings die gleichen wie gewohnt. Nur Achtung: Krücken sind zwar nötig, um den Sportler zu stabilisieren, aber geschossen werden darf mit ihnen nicht! Damit das Spiel durchgehend fair bleibt, dürfen nur Torwärte mit amputierten Armen antreten.

Bei No Limits kann man sich dieser Herausforderung selber stellen und beim Einbeinfußball mitmischen. Dabei wird schnell klar, dass die Sportart anstrengender ist, als man denkt und schon das Gleichgewicht zur ersten Hürde wird. Ob Du dann auch noch ein Tor schießen kannst? Probier’s aus.

Blindenbiathlon

Auch Wintersport bleibt im Behindertensport nicht außen vor. Blinde Sportler laufen beim Biathlon die gleiche Strecke wie Sehende, was an sich ja schon eine Herausforderung ist. Wirklich knifflig wird es allerdings beim Schießen: Der Sportler bekommt von seinem Begleiter einen Zuruf, sobald er an der Schussstelle ankommt und sich hinlegen soll. Sobald er sein Gewehr auf die Zielscheibe richtet, ertönt ein Piepen – nun ist ein kühler Kopf gefragt: Man darf sich von absolut nichts ablenken lassen und muss sogar den eigenen Herzschlag so regulieren, dass er den Schuss nicht beeinträchtigt.

Sitzball

Sitzball ist Volleyball. Mit der Änderung, das das Netz niedriger hängt und die Sportler beidbeinamputiert sind. Es spielen 5 gegen 5 und die Spieler bewegen sich auf dem eigenen Hosenboden fort. Ansonsten sind die Spielregeln gleich wie beim „Fußgänger-Volleyball“. Natürlich müssen die Bälle beim Sitzball noch präziser beim Angespielten ankommen, ansonsten ist der Punkt schnell verloren.

Abenteuer-Kinderturnen

Ob nun Kind oder erwachsen, behindert oder nicht: Bei diesem Parcours-Spaß kann jeder mitmachen, der Lust hat. Hier können alle möglichen Handicaps einmal „anprobiert“ werden. Man merkt schnell, wie viel Vertrauen es erfordert, blind über ein Wackelbrett zu laufen und sich nur auf die Anweisungen eines Helfers zu verlassen. Bei diesem Abenteuer-Parcours arbeiten alle zusammen und probieren spielend, wie viel auch ohne Gehör, Augenlicht oder zwei gesunde Beine möglich ist.

Rollstuhlbasketball

Wohl die bekannteste unter den Behindertensportarten ist Rollstuhlbasketball. Doch auch dieser Sport hält noch viele Überraschungen bereit. So werden zum Beispiel unterschiedliche Handicaps nach einem Punktesystem bewertet – je schwerer die Behinderung, desto niedriger die Punktzahl des Spielers. Pro Team darf diese Punktzahl 15 nicht übersteigen. Es wird vier gegen vier gespielt, sonst sind die Regeln gleich – auch der Korb hängt genau so hoch wie in der NBA.

Das war noch nicht alles!

Beim No Limits-Sportfest am 6. Mai hast Du dann die Gelegenheit, all diese coolen Sportarten mal selbst auszuprobieren. Und die Auswahl ist sogar noch größer: Es gibt außerdem E-Hockey (Hockey  im Rollstuhl), Blindenfußball und eine große Auswahl an Leichtatlethik-Disziplinen. Sport mal ganz neu erleben – eine großartige Chance für alle, ob nun behindert oder nicht. Los geht es um 10 Uhr im Sportzentrum der Würzburger Universität am Hubland.

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