Die Flüchtlinge durchlaufen in den kommenden drei Monaten ein straffes Lernprogramm, um anschließend ein Studium aufnehmen zu können. Foto: Bedia Dag
Die Flüchtlinge durchlaufen in den kommenden drei Monaten ein straffes Lernprogramm, um anschließend ein Studium aufnehmen zu können. Foto: Bedia Dag

Flüchtlinge beginnen Integra-Sprachkurs an der FHWS

Straffes Lernprogramm bis C1-Niveau

Die zumeist syrischen Flüchtlinge durchlaufen in den kommenden drei Monaten ein straffes Lernprogramm, um anschließend ein Studium aufnehmen zu können.

Viele studieninteressierte, anerkannte, meist syrische Flüchtlinge hatten sich auf den zum zweiten Mal angebotenen Integra-Sprachkurs an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt beworben – dreiundzwanzig von ihnen erhielten eine Zusage: Sie durchlaufen ein straffes Programm, das in nur drei Monaten drei Intensiv-Sprachkurse beinhaltet mit dem Ziel, das C1-Niveau zu erreichen.

Damit würden sie auch die sprachlichen Voraussetzungen erfüllen, um ein Studium z.B. an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt aufnehmen zu können; die fachliche Qualifikation haben sie bereits nachgewiesen. Außerdem können sie an Tutorien im Rahmen des Buddy-Programms teilnehmen.

Hohe Motivation der Flüchtlinge

Zum Start wurden die Sprachkursteilnehmenden registriert und durch den Vizepräsidenten Professor Dr. Ralf Roßkopf begrüßt. Dieser freute sich über die hohe Motivation der Flüchtlinge und dankte allen Mitarbeiterinnen für den außerordentlichen Einsatz bei der Umsetzung des Programmes.

Begleitet werden die Teilnehmenden während der Kurse durch das Welcome-Projekt, das aus der Projektkoordinatorin Bedia Dag, Studierenden des Masterstudiengangs „International Social Work with Refugees and Migrants“ sowie sieben Buddies – sechs Studierenden aus dem Studienschwerpunkt „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ im Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“ – sowie einer Masterstudentin aus dem „International Social Work with Refugees and Migrants“ besteht. 

Hilfe bei Finanzierung

Diese unterstützen die Teilnehmer und bieten beispielsweise eine Hausaufgabenbetreuung an. Des Weiteren suchen sie zusammen mit den Geflüchteten nach Wohnungen oder helfen bei der Antragstellung für Finanzierungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt wird Unterstützung bei der Bewerbung für die Zulassung an der FHWS angeboten. Die Sprachkurse selbst finden im Campus Sprache der Hochschule statt. 

Im Anschluss an eine Kennlernrunde bot Aylin Chaban, Mitarbeiterin des Hochschulservice Internationales, ein interkulturelles Training an. Danach wurden die Kursteilnehmenden durch das Hochschulmedienzentrum geführt und lernten im Rahmen einer Campustour weitere Bereiche der FHWS kennen. Zuletzt besuchten die Studieninteressierten die Bibliothek und erhielten sowohl einen Bibliotheksausweis, als auch Arbeitsmaterial für den Sprachkurs.

Studium ab Wintersemester möglich

Der Zeitraum der Sprachkurse läuft bis Ende Juni und mündet – nach jedem Sprachniveau – in eine Prüfung. Im Oktober besteht dann die Möglichkeit, ein Studium im Wintersemester aufzunehmen. 

Der Sprachkurs wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Hochschule hatte sich zum zweiten Mal erfolgreich auf die beiden Förderprogramme „Welcome“ und „Integra“ beworben.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS.

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