Gelände der Universität am Hubland – Foto: Dominik Ziegler
Gelände der Universität am Hubland Foto: Dominik Ziegler

Neues High-Tech-Physiklabor der Uni Würzburg

12,6 Millionen Euro für neues Physiklabor

Ein neuartiges Forschungszentrum an der Universität Würzburg könnte zur Revolutionierung der Informationsverarbeitung beitragen. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute Baukosten in Höhe von 12,6 Millionen Euro für die Errichtung eines Zentrums für Topologische Isolatoren am Campus Hubland genehmigt. Das gab der Würzburger Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses Oliver Jörg (CSU) bekannt. Der Bund beteiligt sich zu 50% an den Bau-, Ersteinrichtungs- und Großgerätekosten.

Was sind Topologischen Isolatoren?

Topologische Isolatoren sind eine außergewöhnliche Materialgruppe mit besonderen Eigenschaften bei der elektronischen Leitfähigkeit. Sie könnten künftig dazu verwendet werden, neuartige und noch energieeffizientere Bauteile für die Computertechnologie zu entwickeln. Der Würzburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Laurens Molenkamp gehört weltweit zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Erforschung topologischer Isolatoren. „Seine Arbeiten werden mit dem Bau des neuen Forschungszentrums gezielt verstärkt“, erklärt Jörg: Drei neue Nachwuchsgruppen, finanziert aus der Nordbayern-Initiative der Staatsregierung, können die einzigartigen Forschungsmöglichkeiten des Zentrums für Topologische Isolatoren nutzen. Es entsteht in unmittelbarer Nähe zum Physikalischen Institut am Hubland-Campus Süd, um eine direkte Anbindung an die dortige Infrastruktur zu ermöglichen.

Baldige Internationale Aufmerksamkeit

„Das neue Forschungszentrum wird große internationale Aufmerksamkeit finden“, ist sich Jörg, der sich für die Förderung besonders stark gemacht hatte, sicher. Er dankte den unterfränkischen Fraktionskollegen, allen voran Landtagspräsidentin Barbara Stamm und dem Haushaltsausschussvorsitzenden Peter Winter, für die Unterstützung.

Gegenstand der Ausschusssitzung waren außerdem zwei weitere Bauvorhaben in Würzburg: die Kanalsanierung beim Landespolizeigebäude in der Weißenburgstraße in Höhe von 2,3 Millionen Euro und die Genehmigung von weiteren 2,3 Millionen Euro für die Sanierungsmaßnahmen an den Ver- und Entsorgungsleitungen im Areal des Uniklinikums.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayrischen Landtags.


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