Dirk Nowitzki auf der Pressekonferenz in Frankfurt – Foto: Christian J. Papay
Dirk Nowitzki auf der Pressekonferenz in Frankfurt – Foto: Christian J. Papay

Dirk Nowitzki auf Platz 17 der besten Spieler aller Zeiten

Das deutsche Wunderkind

Es ist nicht erst seit kurzem bekannt, dass das deutsche Wunderkind Dirk Nowitzki die NBA mit seinem Talent erobert hat. In der Tat neigt sich seine Karriere eher dem Ende zu und die Rolle, die der 2,11 Meter große Power Forward der Dallas Mavericks spielt, wird immer kleiner. Vor kurzem wurde das deutsche Basketball-Talent jedoch in die Liste der 50 besten Spieler aller Zeiten aufgenommen.

Fans einer jeden Sportart debattieren grundsätzlich sehr gerne darüber, welche Spieler die besten aller Zeiten waren, so liefert die Tatsache, dass Dirk Nowitzki als einer der 50 besten Spieler der NBA Geschichte auf dem Platz 17 in eine Rangliste von CBS aufgenommen wurde, viel Zündstoff für Debatten. Für den einen oder anderen mag diese Platzierung nicht besonders sein, aber jeder eingefleischte Basketball-Fan kennt den Stellenwert einer solchen Platzierung genau!

Eine Legende des Basketballs

In erster Linie wird die Ehre dieser Auszeichnung ersichtlich, wenn man sich die Legenden ansieht, mit denen Dirk in einem Atemzug genannt wird. Hierzu zählen frühere Stars wie Karl Malone oder Julius Erving, die jeweils vor und nach Dirk platziert sind und den Sport nachhaltig geprägt haben. Julius Erving konnte mit seiner Athletik durch die Luft schweben und Karl Malone dominierte seine Gegenspieler durch seine überlegenen, körperlichen Attribute.

Was das deutsche Wunderkind zu seiner Platzierung verhalf, war aber weder die Athletik noch sein überlegener Körper. Sicherlich ist die Körpergröße von 2,11 auch in der NBA beachtlich, aber keine Besonderheit. Was Dirk auszeichnete war die Kombination dieser Größe und einem der treffsichersten Würfe in der Geschichte dieser Liga. In der Tat kann man das Argument machen, dass Nowitzki einer der besten, wenn nicht sogar der beste, große Werfer aller Zeiten ist und selbst Experten könnten dies nicht von der Hand weisen.

Kaum Verträge bei NBA-Teams

Wem das nicht ausreicht, um den Stellenwert dieser Platzierung zu würdigen, muss sich nur mal anschauen, wie schwer es den derzeitigen Top-Talenten in Deutschland fällt, in der NBA Fuß zu fassen. Es schaffen nur sehr wenige deutsche Spieler, überhaupt einen Vertrag eines NBA-Teams zu bekommen und von diesen gelingt es auch nur einer Handvoll, überhaupt eine Rolle in der NBA zu spielen. Dennis Schröder, der als Point Guard der Atlanta Hawks spielt, ist hier wohl das beste Beispiel.

Zukünftige Talente

Über die genaue Platzierung von Nowitzki auf dieser Liste lässt sicherlich auch streiten. Der Erfolg, in der härtesten Liga der Welt in dieser Sportart zu den besten 20 aller Zeiten gewählt zu werden sowie weitere Auszeichnungen zum besten Spieler einer Saison gewählt zu werden, die Marke der 30.000 Punkte geknackt und den Meisterschafts-Ring im Jahre 2011 erreicht zu haben, sind Meilensteine, die schwer von der Hand zu weisen sind.

Die Bilanz, wie perfekt eine Saison für den Meister der NBA im Durchschnitt laufen muss, lässt erahnen, wie schwer es ist, am Ende mit dem Titel des Meister gekürt zu werden. Aktuell ist sein Team, die Dallas Mavericks, aber leider weit von einer Meisterschaftsbilanz, welche im Durchschnitt 60 Siege verzeichnen sollte, entfernt. Auch besetzen die Mavericks derzeit keinen Playoffs-Platz in der schweren Western Conference der Liga.

Somit müssen wir uns vor dem sanftmütigen Deutschen mit dem kompetitiven Feuer, wie er in amerikanischen Medien beschrieben wird, verneigen und dafür danken den Weg für zukünftige, deutsche Talente geebnet zu haben. In gleicher Form jedoch wird dieser sehr schwer zu beschreiten sein.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Stefan Müller.  

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