Nach dem Tornado - Foto: Pascal Höfig
Nach dem Tornado - Foto: Pascal Höfig

Katastrophenfall beendet: Die Lage in Kürnach

Landrat Nuß erklärt den Katastrophenfall für beendet

KÜRNACH. Nachdem am Donnerstag gegen 17:00 Uhr ein Tornado über Kürnach (Landkreis Würzburg) zog und 53 Häuser zum Teil schwer beschädigte, beendete Landrat  Eberhard Nuß heute den Katastrophenfall. Dieser wurde gestern gegen 20:00 Uhr festgestellt.

Kreisbrandrat Michael Reitzenstein mit einer Zusammenfassung zum Unwettereinsatz:

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen waren gestern bis ca. 24 Uhr im Einsatz. Die Kreisstraße konnte nach Räumungsarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben werden. Es waren bis zum Abrücken der Kräfte keine Personenschäden gemeldet.

Heute um 7:30 Uhr fand eine Ortsbesichtigung der Lage in Kürnach durch Gemeinde, Feuerwehrführung, Polizei statt.

Über 160 Einsatzkräfte

Die Feuerwehren Kürnach, Estenfeld mit Ortsteilwache Mühlhausen und insgesamt 8 Fahrzeugen, Prosselsheim, Oberpleichfeld, Veitshöchheim (Drehleiter), Rottendorf (Rüstwagen und Einsatzleitfahrzeug des Landkreises), Berufsfeuerwehr Würzburg (Drehleiter), Staatliche Feuerwehrschule Würzburg (2 Drehleitern, 1 Lichtmastfahrzeug und 1 Einsatzleitfahrzeug) waren mit insgesamt 130 Einsatzkräften vor Ort. Die Landkreis-Feuerwehrführung war mit fünf Führungskräften vertreten.

Der Rettungsdienst war mit ca. 30 Einsatzkräften (Versorgung und Eigensicherung) vor Ort, die Polizei mit fünf Kräften.

Heute, Stand 12:00 Uhr, sind alle Feuerwehren wieder eingerückt. Es werden noch Restarbeiten an einer stark beschädigten Scheune durchgeführt.

Rund 80 Einsatzstellen abgearbeitet

In den meisten Fällen abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, einsturzgefährdete Carports, zerstörte Gartenhäuser, Schäden durch herumgewirbelte Gegenstände. In der Summe wurden ca. 80 Einsatzstellen durch die Feuerwehren abgearbeitet.

Die Anzahl der Schäden an Bäumen und Gebäuden wurde heute bei Tageslicht genau erfasst. Sachverständige der Bayerischen Versicherungskammer sind zur Schadensfeststellung derzeit vor Ort.

Zum Katastrophenfall

Der Katastrophenfall (K-Fall) wurde gestern laut Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes von Landrat Nuß festgestellt und von der Regierung von Unterfranken als Aufsichtsbehörde bestätigt.

Heute Mittag konnte der K-Fall wieder aufgehoben werden.

Gestern Abend waren vor Ort Bedingungen anzutreffen, die die Feststellung des K-Falls unabdingbar machten: Es bestand ein erhöhter Koordinierungsbedarf der zahlreichen Hilfskräfte verschiedener Organisationen, weshalb ein Örtlicher Einsatzleiter installiert werden musste.

Die Feststellung des Katastrophenfalls hat auch zur Folge, dass die Aufwendungen der Katastrophenschutzbehörde (hier: das Landratsamt Würzburg) und der zur Katastrophenhilfe verpflichteten Stellen, also Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei, über die Kostenregulierung gemäß des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes vom Freistaat Bayern übernommen werden.

Dank des Landrats an alle Einsatzkräfte

Landrat Eberhard Nuß, der gestern Abend vor Ort in Kürnach war, zeigt sich tief beeindruckt von der großartigen Leistung der Feuerwehren, des BRK und der Polizei.

„Ich danke allen Einsatzkräften, die gestern unter widrigsten Wetterbedingungen professionell gearbeitet haben und weitere Schäden verhindert haben. Feuerwehrmänner, die wie die Profis durch den Tornado beschädigte Dächer wieder eindecken, das ist nicht selbstverständlich. Auch den zur Hilfe geeilten Dachdecker-Firmen gilt mein Dank.“

Im Zusammenwirken aller Helfer konnte erreicht werden, dass die Bewohner der betroffenen Häuser die Nacht in den eigenen vier Wänden verbringen konnten.

„Ich bin vor allem auch sehr froh und dankbar, dass bei dem Unwetter keine Personen zu Schaden kamen, und auch, dass bei den durch die Nässe gefährlichen Feuerwehreinsätzen keine Kameraden verletzt wurden.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg.

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