FHWS Würzburg-Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig
FHWS Würzburg-Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig

Berufsbegleitender Master Compliance und Datenschutz

Studienstart Wintersemester 2017/18

Studierende des Weiterbildungsstudiengangs Compliance und Datenschutz beschäftigen sich u.a. mit dem Präventionsmanagement, dem Verhaltenskodex und der Kommunikation sowie möglichen Einfallstoren für Korruption und Datenschutz. 

Compliance (die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien) ist seit 2006 auch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften ein wissenschaftliches Thema. „Ein Wandel sollte sich vollziehen, weg von der reinen Lehre, mit geringstmöglichen Aufwand den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, hin zum Corporate Government, also dem ehrbaren Kaufmann mit Bezügen zur Ökologie, Nachhaltigkeit und Transparenz“, so Angelika Kreitel, promovierte und habilitierte Wirtschaftsinformatikerin und Datenschutzexpertin.

Partner aus Wirtschaft und Kommunen

Gemeinsam mit dem Würzburger Master of Criminology Uwe Dolata entwickelte sie einen Instrumentenkasten, der für Unternehmen eine maßgeschneiderte Compliance ermöglicht. Kernmodule sind das Präventionsmanagement, der Verhaltenskodex und die Kommunikation sowie Einfallstore für Korruption und Datenschutz.

Partner aus der Wirtschaft und den Kommunen öffneten für jeweils zwei studentische Projekte pro Semester die Tore ihrer Institutionen, um die Möglichkeiten eines Compliance-Management-Systems auszuloten. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH und s.Oliver aus Rottendorf waren die Ersten, viele weitere wie Stadt und Landkreis Würzburg, Noras MRI products, die Fürstlich Castell`sche Bank, die Sparkasse Mainfranken Würzburg, Bendel & Partner Insolvenzverwaltung AG oder SALT Solutions folgten.

Bedarf an Führungskräften

Seit 2015 existiert der internationale Standard ISO 19600 „Richtlinien zur Einführung, Entwicklung, Durchführung, Implementierung, Auswertung, Erhaltung und Verbesserung eines reaktionsfähigen Compliance-Management-Systems in einer Organisation“.

Als im gleichen Jahr das Bundeskriminalamt eine Studie zu Auswirkungen von Compliance-Systemen auf die Verfolgung und Verhütung von Straftraten der Wirtschaftskriminalität und Korruption veröffentlichte – mit dem Fazit, dass Compliance auch kleinere Unternehmen betrifft und in Deutschland das IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet wurde -, zeichnete sich der künftige Bedarf an qualifizierten Führungskräften in diesem Bereich ab: Die Geburtsstunde für den berufsbegleitenden Masterstudiengang (MBA) war gekommen.

Infoveranstaltung am 24. März

Der Studiengang dauert je nach Vorbildung drei bis fünf Semester, Voraussetzung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie ein Jahr einschlägige Berufserfahrung. Berufs- und Tätigkeitsfelder für die Absolventen sind etwa Compliance-Officer, Leiter interner Revisionen, Führungskräfte in der betrugsermittelnden Abteilung von Banken und Finanzdienstleistern (Thema Geldwäsche), Krankenkassen oder in Unternehmen (Thema Risk and Fraud), Rechtsanwälte, Wirtschaftsdetektive, Unternehmensberater, Steuerspezialisten, Datenschützer oder Kriminalisten.

Am Freitag, 24. März, wird der Studiengang um 15 Uhr in der FHWS, Münzstraße 12, im Raum M4.10 allen Interessierten vorgestellt. Weitere Informationen sowie Bewerbungen unter https://mcd.fhws.de/startseite.html.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS.

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