Mein Lokal, Dein Lokal im Phamous - Foto: © kabel eins
Mein Lokal, Dein Lokal im Phamous - Foto: © kabel eins

3. Folge „Mein Lokal, Dein Lokal“ in Würzburg: Phamous

Shishabar und Asiaküche

Zur Wochenmitte der „Mein Lokal, Dein Lokal“ Würzburg – Serie finden sich die Kandidaten bei Quynh-Giao Le (21) ein. Die Eventmanagementstudentin hat erst im Juli das Lokal eröffnet und will mit ihrer einzigartigen Kombination aus Shishabar und Asiaküche punkten. Heute dürfen Christian Krenig vom Teufelskeller in Randersacker, Sternekoch Benedikt Faust aus dem Kuno 1408, Ralf Barthelmes von der Martinsklause und der gestrige Gastgeber Sebastian Bayerl von der Erks Stube Platz nehmen, probieren und Punkte vergeben.

Erster Test

Wie schon aus den beiden ersten Folgen bekannt, ging es für die Gastronomen vor dem Testessen am Abend schon am Nachmittag für einen ersten Besuch ins Phamous. Die heutige Männerrunde schaut sich im asiatischen Restaurant in der Würzburger Innenstadt ganz genau um. Von der Inneneinrichtung waren die Vier auf jeden Fall schon mal positiv überrascht: „Völlig anders, völlig neu, nicht mehr fränkisch urig, wie es früher einmal war“, meint Ralf. Den Küchenpart übernahmen heute Benedikt und Sebastian. Sie schauten dem vietnamesischen Koch über die Schulter und probierten Currypaste – die trieb den Beiden ganz schön den Schweiß auf die Stirn.

Alles zu „Mein Lokal, Dein Lokal“ in Würzburg

Ralf und Christian nahmen den Gastraum unter die Lupe. Die Speisekarte fanden sie schon mal sehr interessant, die Bilder gefielen und offensichtlich stehen viele asiatische und vietnamesische Gerichte und Sushi auf der Karte. Was aber absolut nicht gefiel, war die Kühltheke: „Was für ein Durcheinander, hier stehen offene Milchprodukte neben Getränken, schon vorgeschnittene Zutaten für die Cocktails, die sehen auch nicht mehr ganz frisch aus – gefällt mir nicht!“, gesteht Ralf Barthelmes. Nach einer Runde Wasserpfeife wurde es dann Ernst: Es ging an den Tisch und die Show begann.

Vorspeise

Die hungrigen Männer freuten sich auf einen exotischen Abend. Christian startete mit einem Phamous Salat mit Lachs und Avocado. Ihm fehlte allerdings die Frische und der asiatische Touch. Benedikt ließ sich vietnamesische Frühlingsrollen schmecken. Er war regelrecht verzückt von seiner Wahl, obwohl er die Komponenten absolut nicht identifizieren konnte, schmeckte dem Sternekoch die Vorspeise wirklich gut.  Wirt Ralf Barthelmes entschied sich für einen Seetang Salat mit eingelegten Algen: „Das Dressing ist sehr gut gewürzt, insgesamt schmeckt mir der Salat gut!“ Sebastian war hin und hergerissen mit seinem Mango Salat. Die Soße fand er sehr gelungen, allerdings fehlte auch ihm der Asiatouch.

Hauptgericht

Weiter ging es mit vier asiatischen Hauptspeisen. Für Christian gab es ein Thunfisch-Pfeffer-Steak mit Süßkartoffelpommes. Hier passierte der Küche ein entscheidender Fehler: Auf dem Fisch war statt Pfeffer, schwarzer Sesam zu finden und das Steak war leider durch gebraten, obwohl Christian sich einen glasigen Fisch bestellt hatte. Sein Urteil: „Für mich leider durchgefallen mit diesem Gericht!“ Die Gastgeberin entschuldigte sich für diesen Faux-pas sofort: „Das war ein Fehler, so etwas darf nicht passieren!“

Für Benedikt gab es Hühnchen mit gebratenem Gemüse und Glasnudeln: „Dieses Gericht hat mich leider nicht erreicht, bin etwas enttäuscht. Nach der tollen Vorspeise haben mir hier die Feinheiten gefehlt.“ Ralf entschied sich für eine typisch vietnamesische Pho-Suppe mit Rindfleisch und Reisnudeln. Er war mit seiner Wahl sehr zufrieden, das zarte Fleisch schmeckte ihm sehr gut und die große Portion konnte ebenfalls überzeugen. Der gestrige Gastgeber Sebastian bestellte einen Sushi Spezial Mix – optisch der Knaller! Er war von der Frische und Qualität des Fisches sehr begeistert und sein Highlight war eindeutig das „Fried Sake“: „Bombe im Mund und top Preis-Leistung, nur etwas zu viel, wäre ein Gericht für Zwei!“

Dessert

Der letzte Gang, die Nachspeise, konnte jetzt nochmal für Punkte sorgen: Es gab gebackenes Eis in einem Mantel aus Kokosflocken für den Wirt aus dem Teufelskeller. Er war von der Qualität des Vanilleeis nicht überzeugt und auch die nicht ganz reifen Dekofrüchte waren ein Kritikpunkt. Sternekoch Ben wollte das Matcha Eis aus grünem Tee probieren. „Das Eis ist schön cremig und sehr lecker, nur die Eiskristalle stören, die machen das Ganze etwas wässrig“, so Ben.

Sebastian wählte als letzten Gang einen Chia-Kokos Pudding im Glas. Für ihn schmeckte die Creme mega fruchtig aber die Mangostücke waren ihm etwas zu groß und somit etwas zu unpraktisch zum Essen. Ralf bestellte etwas richtig Außergewöhnliches: Ein fruchtiges Sushi. Die Geschmackskombi aus fruchtigen und fischigen Aromen war neu für ihn, sehr interessant aber schmeckte ihm gut. Die einzige Kritik: Die Deko-Brombeeren waren etwas matschig.

Bewertung

Nun ging es ans Zahlen: Was hat der Abend im Phamous für die vier Männer gekostet? Die Rechnung lag bei 184,30 Euro, circa 50/50 für Essen und Getränke. Ein fairer Preis, wie die Vier finden. Zudem sie auch ein paar Cocktails probiert hatten. In Punkten schlug sich der Abend zu guter Letzt wie folgt nieder: Gastgeberin Quynh-Giao Le erhielt insgesamt 30 von 40 möglichen Punkten (Benedikt: 8 Punkte, Ralf: 8 Punkte, Sebastian: 8 Punkte, Christian: 6 Punkte) und liegt somit hinter Sebastian auf Platz zwei. Ralf rangiert im Moment auf dem dritten Platz. Eine gutes Ergebnis, obwohl es laut Quynh nicht so gut gelaufen ist, wie erhofft.

Morgen geht es dann weiter mit Christian Krenig und dem Teufelskeller. Pünktlich um 17.55 Uhr geht der Kampf um den goldenen Teller weiter – langsam Richtung Finale!

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