Landrat Eberhard Nuß hatte die Mitglieder des Ausschusses um den Vorsitzenden Dr. Klaus D. Mapara in das Landratsamt eingeladen. Foto: IHK
Landrat Eberhard Nuß hatte die Mitglieder des Ausschusses um den

IHK-Bezirksausschuss Würzburg erörtert zentrale Themen

Win-Win-Situation für Kardinal-Faulhaber-Platz

Die künftige Gestaltung des Kardinal-Faulhaber-Platzes und der Umgang mit der Feinstaubbelastung in Würzburg standen im Mittelpunkt der Frühjahrssitzung des IHK-Bezirksausschusses Würzburg, der im Landratsamt tagte. Soll der Kardinal-Faulhaber-Platz – heute ein Parkplatz – bebaut oder lediglich begrünt werden?

„Die Wirtschaft befürwortet eine Aufwertung dieses Platzes als Tor zur Innenstadt und zur Fussgängerzone zu einem multifunktionalen und modernen urbanen Raum.“, so der Ausschussvorsitzende Dr. Klaus D. Mapara. Die lokale Wirtschaft plädiert also für eine zukunftsorientierte Lösung, die dem Wert des Kardinal-Faulhaber-Platzes als einer der wichtigsten Eingänge in die Fußgängerzone gerecht wird und dabei allen Beteiligten und Anrainern zu Gute kommt.

Debatte um Begrünung

Wie diese Aufwertung aussehen sollte beschreibt ein Positionspapier, das der IHK-Bezirksausschuss entwickelt und verabschiedet hat. Dieses favorisiert eine Teilbebauung mit Platzgestaltung und positioniert sich gegen eine reine Begrünung des Platzes. Den Wirtschaftsvertretern erscheint der von der Fachabteilung ProStadt als „Planungsvariante 8“ kommunizierte Entwurf als am geeignetsten.

Der Bezirksausschuss fordert einen multifunktionalen Raum mit einer Funktionsmischung in der Gebäudenutzung, Freiraumgestaltung mit hoher Freizeit und Aufenthaltsqualität sowie einem insgesamt klaren Erlebnischarakter. Weil mit der Überbauung des Platzes Parkflächen verloren gehen, soll nach Auffassung der IHK eine drei- oder vierstöckige Tiefgarage nicht nur Ersatz schaffen, sondern auch dem höheren neuen Bedarf gerecht werden.

Bessere Erreichbarkeit

Auch die verkehrliche Erreichbarkeit mit dem ÖPNV solle gestärkt werden, etwa indem eine Haltestelle für die in Planung befindliche Strassenbahnlinie 6 eingerichtet und der Platz an Park & Ride Angebote angebunden wird. Ferner könnte der Platz über eine Mobilstation mit Car- und Bikesharing-Angeboten als ein Knotenpunkt für multimodale Verkehre eingerichtet werden.

Bei einer geänderten Verkehrsführung mit einer wünschenswerten Verkehrsreduzierung in der Theaterstrasse fordert die Wirtschaft, dass die Parkflächen am Dom sowie die Zufahrt zur Tiefgarage in der Martinstrasse gut erreichbar und der Zulieferverkehr zur Spiegel- und Eichhornstrasse gewährleistet bleiben. Diese Forderungen sollen im weiteren Verfahren an Politik und Verwaltung kommuniziert werden. Die Wirtschaftsvertreter positionieren sich damit im Kern klar gegen eine reine Begrünung und für einen städtebaulich attraktiven Kardinal-Faulhaber-Platz, der selbst Magnetwirkung entfalten soll.

Luftverschmutzung ebenfalls im Blick

Derzeit findet das Thema Luftverschmutzung in Würzburg mehr Beachtung denn je. Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat bereits im Jahr 2015 den Pakt zur Luftreinhaltung verabschiedet, in dem sie sich gemeinsam mit der Handwerkskammer für Unterfranken (HWK) für eine Verbesserung der Luftqualität in Würzburg ausgesprochen hat. 

In der letzten Zeit ist bei dem Thema Luftqualität in Würzburg zwar Einiges passiert. Dennoch sei aus Sicht der Wirtschaft entscheidend, dass das Ziel einer sauberen Luft nur durch ein durchdachtes, ganzheitliches Maßnahmenpaket erreicht werden kann, bei dem Private, Unternehmen und auch öffentliche Einrichtungen einen gleichen Beitrag leisten und nachweislich positive Effekte langfristig zu erwarten sind. 

Langfristige Lösungen

„Kurzfristige ad-hoc-Maßnahmen ohne definitiv nachgewiesenen und insbesondere dauerhaften Nutzen, die zur Benachteiligung des Wirtschaftsstandortes führen, müssen wir vermeiden.“, so Dr. Mapara. „Adaptive Verkehrssteuerung, optimiertes Baustellenmanagement und intelligente Parkraumbewirtschaftung reduzieren den Stau- und Parkdruck in der Innenstadt ebenso wie Angebote an Park-&-Ride-Möglichkeiten oder die Realisierung der Westumfahrung Würzburg.“, so der Ausschussvorsitzende. Landrat Eberhard Nuß hatte die Mitglieder des Ausschusses um den Vorsitzenden Dr. Klaus D. Mapara in das Landratsamt eingeladen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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