Symbolfoto: Pascal Höfig
Symbolfoto: Pascal Höfig

Aus fahrendem Zug gestürzt: Ermittlungen abgeschlossen

19-Jähriger schweigt zum Vorfall

WÜRZBURG. Nach dem Sturz eines 19-Jährigen aus einem fahrenden Regionalexpress in Würzburg hat die Bundespolizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Es sind keinerlei Ansätze auf ein Fremdverschulden erkennbar. Der mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassene 19-Jährige schweigt indes zu dem Vorfall.

Wie berichtet, fand eine Passantin am späten Abend des 25. Februar 2017 in Würzburg im Bereich der Nürnberger Straße, Ecke Gneisenaustraße einen am Boden liegenden Mann vor.

Kopfverletzungen zugezogen

Wie sich herausstellte, war der 19-Jährige aus dem Main-Tauber-Kreis aus einem fahrenden Regionalexpress gestürzt und hatte sich dabei unter anderem Kopfverletzungen zugezogen. Die Bundespolizei hatte daraufhin die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls aufgenommen.

Nach Abschluss der Ermittlungen, die unter anderem eine Probefahrt mit dem vorübergehend sichergestellten Zug beinhalteten, bleibt festzuhalten, dass die Technik des Zuges einwandfrei funktionierte und das Bahnpersonal gemäß den betrieblichen Vorschriften handelte.

Zudem ergaben die Ermittlungen keinerlei Hinweise darauf, dass eine zweite Person am Sturz des 19-Jährigen aus dem Zug beteiligt war.

Notentriegelung selbst betätigt

Insofern geht die Bundespolizei davon aus, dass der junge Mann die Notentriegelung der Wagentür selbst betätigte. Warum er dies tat ist weiter unklar, da der 19-Jährige bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch macht.

Rechtlich ist der 19-Jährige nun als Beschuldigter anzuzeigen, da die Entriegelung der Wagentür nur im Notfall erlaubt ist und ansonsten eine Straftat darstellt.

„Unfassbares Glück“

Wichtiger dürfte hier jedoch die Tatsache sein, dass der junge Mann bei seinem Sturz schier unfassbares Glück hatte. Seine Verletzungen stellten sich nachträglich als halb so schwer wie befürchtet heraus, weswegen er das Krankenhaus bereits verlassen durfte.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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