Maurice Stuckey. Foto: Pascal Höfig
Maurice Stuckey. Foto: Pascal Höfig

Basketball: Knoten platzt gegen Donnervögel

Na endlich!

Der Knoten ist endlich geplatzt: Nach sieben Niederlagen in Serie hat s.Oliver Würzburg auf überzeugende Art und Weise in die Erfolgsspur zurück gefunden. Am 24. Spieltag der easyCredit BBL besiegte die Mannschaft von Headcoach Dirk Bauermann die EWE Baskets Oldenburg vor 3.089 Zuschauern in der s.Oliver Arena mit 98:75 (43:34) Von Beginn an setzten die Gastgeber die „Donnervögel“ aus Niedersachsen mit aggressiver Verteidigung unter Druck und überzeugten im Angriff mit gutem Zusammenspiel und starken Trefferquoten. „Es freut mich besonders, dass wir unsere treuen Fans für ihre Loyalität mit diesem Sieg belohnen konnten“, betonte Dirk Bauermann nach der Partie.

Schlechte Vorzeichen

Die Partie stand nicht unter den besten Vorzeichen: Der am Fuß verletzte Mustafa Shakur kam auf Krücken in die Halle, Marshawn Powell fehlte wegen einer Suspendierung. Für den Power Forward stand Sebastian Betz zusammen mit Jake Odum, Maurice Stuckey, Lamonte Ulmer und Brendan Lane zum ersten Mal in der laufenden Saison in der Würzburger Startformation. Stuckey, Lane und Odum machten dann gleich zu Beginn des Spiels da weiter, wo sie eine Woche zuvor bei der knappen Niederlage in Frankfurt aufgehört hatten: Alle drei trafen ihren ersten Dreier des Spiels, das bedeutete zunächst eine 6:0-, kurze Zeit später dann eine 9:7-Führung für die Hausherren.

20:17-Führung

Auch die Oldenburger Rickey Paulding und Chris Kramer hatten ihr Visier zu Beginn gut eingestellt, außerdem konnte sich Center Brian Qvale mehrfach gut am Korb durchsetzen. Das führte zu einem ausgeglichen ersten Viertel, in dem die Führung gleich sechs Mal hin und her wechselte. Den letzten ausgeglichenen Spielstand erlebten die Zuschauer in der 9. Minute beim 17:17, dann trafen Krešimir Lončar per Korbleger und Vincent Sanford per Freiwurf noch zur 20:17-Führung von s.Oliver Würzburg nach dem ersten Spielabschnitt.

Intensive Verteidigung

Auch im zweiten Viertel setzen die Gastgeber, bei denen neben Sebastian Betz auch Felix Hoffmann und Max Ugrai viele Minuten bekamen, die Donnervögel durch intensive Verteidigung weiter unter Druck. Die Folge: In den ersten drei Minuten des zweiten Abschnitts gelangen den Gästen nur zwei Punkte durch einen Qvale-Korbleger. Moe Stuckey beendete den Würzburger 11:2-Lauf in dieser Phase mit seinem dritten Dreier der Partie zum 31:19 – die erste zweistellige Führung der Unterfranken, die auch bereits die Vorentscheidung in diesem Spiel bedeuten sollte.

Verhältnisse geklärt

Zwar gelang es den Gästen im Anschluss zunächst, weiter in Schlagdistanz zu bleiben. Näher als die neun Punkte Differenz beim Seitenwechsel (43:34) sollten sie aber im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr heran kommen. Auch von einer Knöchelverletzung bei Lamonte Ulmer kurz vor der Halbzeit ließ sich s.Oliver Würzburg nicht aus dem Rhythmus bringen: Maurice Stuckey sorgte zu Beginn des dritten Viertels mit zwei weiteren Dreiern schnell wieder für klarere Verhältnisse (49:37, 22. Minute).

Unglaublich

Mit 22 Punkten erzielte der 26-jährige ehemalige Oldenburger in diesem Spiel eine neue persönliche Bestleistung in der easyCredit BBL und erhielt am Ende ein Sonderlob von Trainer Dirk Bauermann: „Unglaublich, wie er heute heiß gelaufen ist. Brendan Lane war überragend, Jake Odum war sehr stark. Aber auch alle anderen Jungs haben einen großen Anteil an diesem Sieg. Dass sich ein 34-jähriger Spieler wie Krešimir Lončar in so einem Spiel nach jedem Ball wirft ist auch eine besondere Qualität.“

30 Punkte Führung

Im weiteren Verlauf des dritten Viertels kauften die Hausherren ihren Gästen dann endgültig den Schneid ab und setzten sich immer weiter ab. Der sechste Stuckey-Dreier in der 25. Minute brachte das 60:43, noch in derselben Minute gelang es Vincent Sanford, den Vorsprung zum ersten Mal auf zwanzig Punkte zu schrauben (63:43). Ein 13:0-Lauf zum 70:43 brachte die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber, die ihre Führung zu Beginn des letzten Abschnitts zwischenzeitlich sogar auf 30 Punkte ausbauen konnten (82:52, 32. Minute). Danach konnten die Gäste noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben, während auf Würzburger Seite die beiden Youngster Lukas Wank und Marvin Heckel von Dirk Bauermann ihre ersten BBL-Minuten bekamen. Wank bedankte sich beim Coach dafür mit seinen ersten beiden Bundesliga-Punkten zum Endstand von 98:73.

Würzburg vs. Oldenburg

98:73 (20:17, 23:17, 34:14, 21:25)

Für s.Oliver Würzburg spielten: Maurice Stuckey 22 Punkte/6 Dreier, Brendan Lane 19/3, Jake Odum 18/2 (8 Assists), Vincent Sanford 14/1, Krešimir Lončar 10/1, Lamonte Ulmer 4, Sebastian Betz 4, Felix Hoffmann 3, Lukas Wank 2, Max Ugrai 2, Michael Cobbins, Marvin Heckel.

Top-Performer Oldenburg: Paulding 14 Punkte/2 Dreier, Qvale 12, Massenat 11/1, Schwethelm 10/2.

Key Stats

Dreier: Würzburg 13 von 27 (48 Prozent) – Oldenburg 8 von 24 (33 Prozent)
Rebounds: Würzburg 37 (13 offensiv) – Oldenburg 24 (7 offensiv)
Steals: Würzburg 9 – Oldenburg 3
Punkte in der Zone: Würzburg 36 – Oldenburg 22
Punkte im zweiten Versuch: Würzburg 14 – Oldenburg 8

Stimmen zum Spiel

Dirk Bauermann, s.Oliver Würzburg: „Es war natürlich sehr wichtig, dass es endlich mit dem Sieg geklappt hat. Es freut mich vor allem unglaublich für unsere tollen Fans, die trotz dieses langen Leidensweges unserer Mannschaft nie den Rücken gekehrt haben. Das Spiel hat sich ausverkauft angefühlt, die Zuschauer haben uns auch heute wieder unglaublich unterstützt. Es freut mich, dass wir sie für ihre Loyalität belohnen konnten. Natürlich freue ich mich auch für unsere Jungs, die jeden einzelnen Tag im Training sehr viel investieren und alles geben. Wir haben dieses Spiel unter sehr schwierigen Umständen gewonnen. An anderen Tagen hätte uns die Verletzung von Lamonte Ulmer vielleicht die Energie genommen und den Sieg gekostet. Es war auch ein wirklich überzeugender Sieg mit vielen schönen Spielzügen in der Offensive. In der Defensive standen wir vierzig Minuten lang wie eine Eins, es war eine unglaubliche Energieleistung von allen Spielern. Erfolge kommen immer über den Kampf. Den haben wir heute gezeigt, und dann kommt auch der Rhythmus im Angriff.“

Mladen Drijencic, EWE Baskets Oldenburg: „Ich gratuliere Coach Bauermann zum ersten Sieg mit Würzburg. Es war auch ein verdienter Sieg. Wir haben heute unser defensives Level nicht gefunden, auch nicht unsere physische Spielweise. Es wundert mich, dass wir es trotzdem geschafft haben, 25 Fouls zu machen. Bei Würzburg sind viele offene Dreier gefallen. 13 Offensivrebounds sind zu viel, auch insgesamt ist das Reboundverhältnis mit 37 zu 24 nicht akzeptabel. Dadurch hatte Würzburg 65 Würfe aus dem Feld und wir nur 50. Unsere Philosophie geht nur über gute Defense. Dadurch konnten wir heute auch unser Spiel im Angriff nicht durchsetzen.“

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport und Event Würzburg Baskets GmbH.

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