Agentur für Arbeit Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig
Agentur für Arbeit Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig

Arbeitslosenquote sinkt auf Rekordtief

Positive Entwicklung setzt sich fort

Der regionale Arbeitsmarkt hat sich im Februar trotz der frostigen Temperaturen zum Monatsbeginn erfreulich günstig entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber Januar deutlich stärker gesunken als in den zurückliegenden Jahren und hat damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.

Im Agenturbezirk waren insgesamt 8.490 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 350 weniger als im Januar und 250 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich sowohl gegenüber dem zurückliegenden Monat als auch dem zurückliegenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent.

 Beste Voraussetzungen für 2017

Eugen Hain, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Würzburg, zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Der Februar legt die Messlatte für das laufende Jahr schon mal ordentlich hoch. Der regionale Arbeitsmarkt ist, wenn man die saisonale Komponente herausrechnet, fulminant ins neue Jahr gestartet. Mit einer Arbeitslosenquote von lediglich vier Prozent steht die Großstadt Würzburg nicht nur bundesweit, sondern auch im bayerischen Vergleich hervorragend da.

Da die Landkreise Main-Spessart, Kitzingen und Würzburg schon traditionell niedrige Arbeitslosenquoten aufweisen, ergibt sich in der Quersumme diese tadellose Bilanz. Das Jahr ist noch zu jungfräulich, um seriöse Hochrechnungen für die kommenden zehn Monate anzustellen. Aber jeder Sportler weiß, dass ein guter Start sehr oft die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Finale ist. So gesehen, sollten wir mit Optimismus auf die kommenden Monate blicken.“

Mehr als 3.000 Zu- und Abgänge

Im Berichtsmonat haben sich 3.080 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 340 weniger als im Januar, jedoch 210 mehr als im Februar 2016. Vor dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit waren 1.160 Betroffene erwerbstätig in Form einer Ausbildung, Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit. Ein Anstieg um 20 im Vorjahresvergleich.

Im Gegenzug haben 3.410 Personen ihre Arbeitslosigkeit wieder beendet. Ein Plus von 1.230 gegenüber Januar und von 300 gegenüber Februar des vergangenen Jahres. Hiervon haben 1.050 eine erneute Erwerbstätigkeit aufgenommen. 340 mehr als im Januar aber 140 weniger als vor einem Jahr.

Anstieg bei fast allen Zielgruppen

Von den 8.490 Arbeitslosen hatte fast jeder Vierte keine deutsche Staatsangehörigkeit (1.930) oder war 55 Jahre und älter (2.000). Jeder Fünfte war seit mindestens 12 Monaten ohne eine Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos (1.700). Rund jeder Zehnte war unter 25 Jahre alt (910) oder schwerbehindert (790).

Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit von Ausländern mit 16 Prozent am stärksten gestiegen. Bei den unter 25-Jährigen war mit neun Prozent ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Bei den Schwerbehinderten und den über 55-Jährigen war eine Zunahme um etwa drei Prozent zu beobachten. Rückläufig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit nur bei den Langzeitarbeitslosen und zwar um fast 14 Prozent.

Deutliche Ungleichgewichte

Deutliche Ungleichgewichte waren auch bei einer geschlechtsspezifischen Betrachtung erkennbar. Mehr als 60 Prozent aller Arbeitslosen waren männlich (5.140). Im Verglich zum Vorjahr waren 50 Männer (+1 Prozent) mehr arbeitslos. Bei den Frauen verringerte sich der Bestand dagegen um 300 (-8 Prozent).

Stellenentwicklung

Der Zugang und Bestand an gemeldeten offen (sozialversicherungspflichtigen) Stellen lag deutlich über dem Vorjahresergebnis. Von den Arbeitgebern aus der Region wurden 1.580 freie Stellen gemeldet. Das war ein Fünftel mehr als im Februar des Vorjahres. Der Stellenbestand umfasste 4.290 Jobangebote – ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht wurden Arbeitskräfte in den Bereichen Verkauf, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Mechatronik und Elektronik, Verkehr und Logistik, Medizin sowie in der Zeitarbeit.

Würzburg: höchster Rückgang

In allen Regionen des Agenturbezirkes hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Januar verringert. Auf der Basis von 2.890 arbeitslosen Frauen und Männern betrug die Arbeitslosenquote in der Stadt Würzburg genau vier Prozent. Im Landkreis Kitzingen 3,2 Prozent (1.630 Arbeitslose) und in den Landkreisen Würzburg (2.240 Arbeitslose) und Main- Spessart (1.730 Arbeitslose) jeweils 2,4 Prozent.

In den drei Landkreisen des Agenturbezirkes ist die Quote um jeweils 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen. In der Stadt Würzburg ist der Rückgang um 0,2 Prozentpunkte doppelt so hoch ausgefallen. Im Vorjahresvergleich ist die Quote im Stadtgebiet und im Landkreis Main-Spessart um jeweils 0,3 Prozentpunkte gesunken. In den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart blieb sie dagegen unverändert.

Zwischenbilanz Ausbildungsmarkt

Von Oktober bis Februar wurden der Ausbildungsvermittlung 3.240 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 25 oder knapp ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zeitgleich haben sich 2.980 Jugendliche als Bewerber für eine Ausbildungsstelle vormerken lassen. Ein Plus von 60 oder rund zwei Prozent gegenüber 2016. Für eine sichere Einschätzung der weiteren Entwicklung der Ausbildungssituation ist es derzeit noch verfrüht. Hier gilt es, die kommenden Monate noch abzuwarten.

Die „Woche der Ausbildung“ als bundesweite Aktionswoche aller Arbeitsagenturen und Jobcenter findet in diesem Jahr vom 27. bis 31. März statt. Unter dem Motto „Ausbildung klarmachen“ werden vielerorts Aktivitäten gestartet, um junge Menschen von den Vorteilen einer betrieblichen Ausbildung zu überzeugen. Gleichzeitig soll den Arbeitgebern der Stellenwert einer betrieblichen Ausbildung für das eigene Unternehmen verdeutlicht werden.

Entwicklung in den Rechtskreisen

In den Arbeitsagenturen Würzburg, Kitzingen und Lohr waren mit 5.110 Personen rund sieben Prozent (340 Personen) mehr arbeitslos als vor einem Jahr. In den vier Jobcentern war dagegen ein Rückgang um 560 Betroffene auf 3.380 (-15 Prozent) zu beobachten. Gegenüber Januar reduzierte sich der Arbeitslosenbestand in der Arbeitslosenversicherung um 190 Personen und in der Grundsicherung um 160 (jeweils rund vier Prozent).

Jobs in und um Würzburg

Auf unserer Jobplattform Lieblingsjobs findet Ihr immer aktuelle Stellen zu verschiedenen Kategorien. Egal ob Minijob, Teil- oder Vollzeitstelle, Jobsuchende halten wir hier auf dem Laufenden. Auf der Facebook-Seite Arbeiten in Würzburg gibt es neben aktuellen Stellen auch Artikel rund um das Thema Arbeiten.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit Würzburg.

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