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Symbolfoto: Pascal Höfig

Zeugen gesucht: 19-Jähriger aus fahrendem Zug gestürzt

Bundespolizei sucht Zeugen

WÜRZBURG. Aus bislang unbekannten Gründen ist am späten Samstagabend (25. Februar) ein 19-Jähriger im Stadtgebiet Würzburg aus der Tür eines fahrenden Regionalexpress gestürzt. Der junge Mann erlitt dabei Kopfverletzungen und wird derzeit stationär behandelt. Die Bundespolizei ermittelt nun, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und bittet um Zeugenhinweise.

Notentriegelung an Tür entriegelt

Gegen 22:20 Uhr am vergangenen Samstag informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizeiinspektion Würzburg über einen Vorfall in einem aus Nürnberg kommenden Regionalexpress. Kurz vor Einfahrt des Zuges in den Hauptbahnhof Würzburg war die Notentriegelung einer Tür im Zug betätigt worden und nun würde ein Fahrgast vermisst werden.

Erste Ermittlungen ergaben zum einen, dass es sich bei dem Vermissten um einen 19-Jährigen aus dem Main-Tauber-Kreis handelte, der sich mit einer Personengruppe auf dem Heimweg von einem Fußballspiel befand. Zu anderen konnte festgestellt werden, dass eine Wagentür während der Fahrt zwischen dem Halt des Zuges in Rottendorf und Würzburg von innen gewaltsam ein Stück weit geöffnet wurde.

Schwerverletzter Mann gefunden

Auf Grund der vorliegenden Erkenntnisse sperrte die Bundespolizei unverzüglich die gesamte Bahnstrecke zwischen Würzburg und Rottendorf und begann den kilometerlangen Streckenabschnitt abzusuchen. Währenddessen entdeckte gegen 22:50 Uhr eine Passantin einen schwerverletzten Mann im Bereich Nürnberger Straße, Ecke Gneisenaustraße.

Es handelte sich dabei um den gesuchten 19-Jährigen, der schwere Kopfverletzungen aufwies und daher in ein Krankenhaus gebracht wurde. Nach Angaben der behandelnden Ärztin sind seine Verletzungen zum Glück nicht lebensbedrohlich. Befragt werden konnte er jedoch noch nicht.

In unmittelbarer Nähe zur Fundstelle konnten Beamte der Bundespolizei Gegenstände des Mannes sowie Blutspuren im Gleisbereich feststellen.

Die Bundespolizei ermittelt nun, wie es zu dem Vorfall gekommen ist. Hierzu wurde unter anderem der betroffene Zug vorübergehend sichergestellt. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es bis dato nicht.

Bahnreisende, die sich in dem Regionalexpress 58234 (Abfahrt Nürnberg um 21:05 Uhr, Ankunft Würzburg um 22:20 Uhr) befanden und Angaben über den Vorfall machen können, werden gebeten sich als Zeugen unter 0931 / 322 590 zur Verfügung zu stellen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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