Symbolfoto Lernen. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Lernen. Foto: Pascal Höfig

Hilfe, der Büffler ist krank!

Es ist Prüfungsphase!

Und man kann den Studenten die Freude buchstäblich im Gesicht ablesen, endlich wieder Tag für Tag die Zeit in der super durchgelüfteten Bib damit zu verbringen, mathematische Formeln oder überaus nützlichen Informationen über den Aufbau der Zelle in den Kopf zu kriegen. Aber auch wenn man sich nichts Schlimmeres, als Büffeln vorstellen kann, gibt es da doch noch etwas.

Stattdessen liegt man nämlich mit einer Grippe im Bett und schafft es gerade so in die Küche, um sich einen Tee zu machen. Egal ob Medikamente oder Omas Hühnerbrühe – nichts scheint zu helfen, damit man am Prüfungstag wieder fit ist.

Was also tun, wenn man die Prüfung (leider) nicht mitschreiben kann? Wir haben mal beim Prüfungsamt der Uni Würzburg nachgefragt.

Krankschreiben

Für die allermeisten studienbegleitenden Prüfungen braucht man bei Krankheit kein Attest. Erscheint man nicht zur Prüfung, so gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.

Hier folgen im Normalfall auch keine weiteren Konsequenzen. Im Krankheitsfall bleibt man bei der Prüfung einfach zu Hause. Eine offizielle Krankmeldung ist in diesen Fällen also gar nicht erforderlich.

Amtsarzt

Ein Attest ist nur in wenigen Fällen zwingend erforderlich. Relevant ist es zum Beispiel in Krankheitsfällen bei Prüfungen zu Staatsexamen, bei Grundlagen- und Orientierungsprüfungen oder bei Prüfungen, in denen das Fehlen zu einem endgültigen Nichtbestehen der Bachelor- oder Master-Prüfung führen würde.

Leistungsunfähig

Häufigster Grund, warum Studenten einen Rücktritt von der Prüfung beantragen, ist eine akute Gesundheitsstörung, die dazu führt, dass man leistungsunfähig ist.

Als Nachweis der Prüfungsunfähigkeit schreibt dann die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung der Universität Würzburg vor, ein Attest eines Gesundheitsamtes oder Amtsarztes vorzulegen.

Krankmeldungen pro Semester

Dokumentiert sind in der Regel nur die Fälle, in denen ein Attest eines Gesundheitsamtes oder eines Amtsarztes vorgelegt wird. Im laufenden Semester waren das bei einer Gesamtanzahl von ca. 29.000 Studierenden insgesamt nur 64 Fälle, was auch ungefähr dem Schnitt der vorangegangenen zwei Semester entspricht.

Nicht anerkannt

Wenn das qualifizierte ärztliche Attest bestätigt, dass man am Tag der Prüfung leistungsunfähig ist und es alle prüfungsrelevanten Informationen enthält, besteht kein Grund zur Sorge. 

Es kommt natürlich auch vor, dass der Amtsarzt feststellt, dass keine prüfungsrelevante Einschränkung vorliegt. In diesen Fällen hat man also Pech gehabt und der Prüfungsausschuss beschließt, dass man keinen offiziellen Grund hat, nicht zur Prüfung zu erscheinen.

Auch die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit reicht hier leider nicht aus. Aus dem Attest müssen die Gründe, warum man die Prüfung nicht mitschreiben kann, klar hervorgehen, damit die Prüfungsunfähigkeit logisch begründet werden kann.

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