Rettungswagen im Einsatz - Symbolfoto: Pascal Höfig
Rettungswagen im Einsatz - Symbolfoto: Pascal Höfig

Rettungsdienste brauchen immer länger – außer in Würzburg

„Würzburg schneidet im Vergleich gut ab“

Rettungskräfte in Bayern kommen immer später am Einsatzort an. Das zeigt die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl.

Demnach sank die Quote der Einsätze, bei denen die Rettungskräfte innerhalb der Hilfsfrist von zwölf Minuten vor Ort waren, von 2013 bis 2015 teilweise um bis zu 3,5 Prozentpunkte.

Im Schnitt länger als zwölf Minuten

Im landesweiten Durchschnitt brauchte etwa jedes zehnte Einsatzfahrzeug länger als zwölf Minuten. In 14 von 26 Rettungsdienstbereichen liegt die angestrebte Quote unter 90 Prozent, 2013 waren es 11 Rettungsdienstbereiche.

Würzburg überdurchschnittlich gut

Der Rettungsdienstbereich Würzburg steht seit drei Jahren überdurchschnittlich gut da.

„Es freut mich, dass Würzburg im Vergleich mit den 26 bayerischen Rettungsdienstbereichen seit 2014 konstant den 8. Platz belegt“, erklärt der ehemalige OB Georg Rosenthal.

Besonders freut es den Würzburger Abgeordneten, dass der engere Würzburger Versorgungsbereich sogar bei 95 Prozent liegt.

„Zu meiner Zeit war die Rettungsstelle immer gut aufgestellt und konnte auftretende Lücken immer sofort schließen“, erinnert sich Rosenthal an seine Zeit als Oberbürgermeister zurück, in der er qua Amt Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungswesen war.

„Die Frauen und Männer, die sich täglich für den Rettungsdienst engagieren, verdienen unseren höchsten Respekt und unsere bestmögliche Unterstützung.“

„Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben“

In den Landkreisen schaffen die Einsatzkräfte es jedoch oft nicht in der 12-Minuten-Frist bis zum Einsatzort. „Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben“, mahnt Rosenthal. „Schließlich geht es um Menschenleben!“

Deshalb fordert er das Innenministerium als oberstes Aufsichtsorgan dazu auf, die Landkreise besser zu unterstützen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Abgeordnetenbüro Georg Rosenthal, MdL.

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