Nejmeddin Daghfous von den Würzburger Kickers - Foto: Pascal Höfig
Nejmeddin Daghfous von den Würzburger Kickers - Foto: Pascal Höfig

Kickers: Zwei Standardsituationen entscheiden Partie

Spielbericht

Der FC Würzburger Kickers muss sich erstmals seit fünf Heimspielen wieder vor eigenem Publikum geschlagen geben. Am 20. Spieltag entschied der 1. FC Heidenheim die Partie vor 8.569 Zuschauern in der FLYERALARM Arena mit 2:0 (0:0) für sich. Timo Beermann (80.) und Tim Kleindienst (83.) trafen jeweils nach einer Standardsituation von Marc Schnatterer für die Gäste. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. Tobias Schröck hatte in der ersten Halbzeit eine super Aktion, die Kevin Müller aber vereiteln konnte. Der zweite Durchgang lief ähnlich, beide Defensivreihen standen gut. Wie auch schon gegen Braunschweig haben wir bei einer Standardsituation nicht aufgepasst, obwohl wir es trainiert hatten“, sagte FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach. Sein Gegenüber Frank Schmidt war ansgesichts des erstes Sieges im Jahr 2017 sehr zufrieden: „Es war genau das Spiel, was man erwarten konnte, mit vielen Zweikämpfen und nur wenigen Torraumszenen. Darauf haben wir uns eingestellt. Entscheidend war aber, wie meine Mannschaft bereit war, dieses Spiel gegen einen starken Gegner anzunehmen.“

Überstandene Knöchelprellung

FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach hatte im Vergleich zum 0:1 in Kaiserslautern eine Änderung vorgenommen: Nejmeddin Daghfous stand nach überstandener Knöchelprellung und Erkältung 2017 erstmals bei einem Pflichtspiel auf den Rasen. Patrick Weihrauch nahm dafür auf der Bank Platz. Für großen Jubel auf Seiten der Kickers-Fans sorgte eine Nachricht unmittelbar vor Spielbeginn: Robert Wulnikowski, ältester Akteur im Profi-Fußball, hat seinen Vertrag bei den Rothosen um ein Jahr verlängert.

Verhinderte Kickers-Führung

In den Anfangsminuten der Begegnung tasteten sich beide Mannschaften ab, es dauerte bis zur 15. Minute, ehe Wulnikowski zum ersten Mal eingreifen musste. Die Flanke von Sebastian Griesbeck pflückte der 39-Jährige jedoch sicher runter. Fast im Gegenzug kamen dann die Kickers zur ersten dicken Chance: Tobias Schröck drang nach einem starken Solo in den Strafraum ein, scheiterte aus zwölf Metern halbrechter Position allerdings an FCH-Keeper Kevin Müller (15.). In der 26. Minute gab es Freistoß für die Gäste aus halbrechter Position: Standardspezialist Marc Schnatterer trat an, Wulnikowski konnte den Schuss aber ohne Probleme entschärfen.

Gefahrenzone

Die Partie war auch in der Folgezeit weiter ausgeglichen, gegen Ende der ersten Halbzeit kamen beide Mannschaften noch einmal in Tornähe. Heidenheims Defensive konnte einen Freistoß aus dem Halbfeld nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördern, der Schuss von Daghfous aus der zweiten Reihe ging jedoch deutlich am Tor vorbei (39.). Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff versuchte es Marcel Titsch-Rivero für Heidenheim, sein Kopfball flog allerdings über das Kickers-Gehäuse.

Ausgeglichene Begegnung

Nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die das erste Mal im gegnerischen Strafraum auftauchten: Nach einer Hereingabe von der linken Seite kam Kleindienst aus spitzem Winkel zum Abschluss. Wulnikowski musste jedoch nicht eingreifen. Nach einer knappen Stunde wurde die Begegnung dann etwas offener, es waren jedoch weiterhin beide Defensivreihen, die das Aufeinandertreffen der beiden Tabellennachbarn dominierten.

Beste Möglichkeit

In der 68. Minute bediente Valdet Rama den eingewechselten Marco Königs im Strafraum, dessen Schuss aus der Drehung konnte die FCH-Defensive jedoch blocken. Die Gäste erarbeiteten sich ihre bis dato beste Möglichkeit in der 70. Minute: Norman Theuerkauf behauptete sich zunächst im Strafraum, beim anschließenden Schuss war Wulnikowski jedoch blitzschnell unten und verhinderte damit einen Rückstand. Auf der Gegenseite fehlte dann nicht viel zur Kickers-Führung: Nach einer tollen Rama-Flanke setzte sich Schröck am langen Pfosten klasse durch und beförderte das Spielgerät mit großem Einsatz aufs Tor. FCH-Schlussmann Müller parierte jedoch glänzend und lenkte die Kugel an die Latte, auch der Nachschuss von Königs fand den Weg ins Ziel nicht.

Freistoß zum 2:0

Ein Doppelschlag binnen drei Minuten, den so womöglich niemand vorhergesagt hatte, entschied diese ausgeglichene Begegnung letztendlich aber zugunsten der Heidenheimer: In der 80. Minute köpfte Beermann einen Schnatterer-Eckball zum 1:0 in die Maschen, drei Zeigerumdrehungen später nickte Kleindienst einen Schnatterer-Freistoß zum 2:0 ins Tor. Dies war gleichzeitig der Endstand, die Kaltschnäuzigkeit der Gäste machte an diesem Nachmittag den Unterschied. „Es war vorauszusehen, dass es ein enges Spiel wird. Umso ärgerlicher ist es, dass wir durch Standardsituationen verloren haben. Daran müssen wir weiter arbeiten“, sagte Hollerbach: „Ich habe immer betont, wie schwer es werden wird, die verbleibenden Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Und wir alle wussten auch, dass mal Phasen kommen, in denen es mal nicht so läuft.“

Nächstes Heimspiel

Am kommenden Wochenende ist der FC Würzburger Kickers erneut an einem Samstag gefordert. Im Vonovia Ruhrstadion sind die Rothosen um 13 Uhr beim VfL Bochum zu Gast. Junior Díaz und Sebastian Neumann werden dann nicht zur Verfügung stehen, beide Defensivspieler sahen gegen den 1. FC Heidenheim ihre fünfte Gelbe Karte in der laufenden Spielzeit (Hollerbach: „Es war klar, dass diese Sperren auf uns zukommen. Wir werden auch in Bochum wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben. Jetzt bietet sich die Chance für zwei andere.“). Das nächste Heimspiel der Kickers steigt am Freitag, 24. Februar, um 18.30 Uhr, wenn die SpVgg Greuther Fürth zum ersten Frankenduell 2017 in die FLYERALARM Arena kommt (Jetzt noch Tickets sichern!).

Aufstellung

Würzburg: Wulnikowski – Pisot, Schoppenhauer, Neumann, Junior Díaz (46. Kurzweg) – Fröde, Benatelli (84. Nagy) – Daghfous (54. Königs), Schröck, Rama – Soriano.
Heidenheim: Ke. Müller – Philp, Beermann, Wittek, Wahl – Theuerkauf, Griesbeck – Titsch-Rivero, Schnatterer (90. Skarke) – Kleindienst (87. Thomalla), Verhoek.

Daten

Tore: 0:1 Beermann (80.), 0:2 Kleindienst (83.).
Gelbe Karten: Daghfous (17.), Díaz (25.), Neumann (90.) – Beermann (39.), Philp (77.).
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür).
Zuschauer: 8.569

Wo gibt’s Tickets?

Tickets sind online erhältlich und auch an den Vorverkaufsstellen. Unter anderem werden im Kickers Fanshop (Eichhornstraße 2a) Pokal-Tickets verkauft. Außerdem ist eine Bstellung über die rund um die Uhr besetzte Ticket-Hotline möglich: 0180 6050400 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen).

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der FC Würzburger Kickers AG.

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