Symbolbild Enten - Foto: Pixabay
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Verdacht auf Geflügelpest im Landkreis Würzburg

Tot aufgefundenen Stockente

Im Landkreis Würzburg besteht der Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat bei einer tot aufgefundenen Stockente im Raum Rimpar Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen. Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich um die hochpathogene Form (Geflügelpest) handelt, laufen derzeit am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald.

Maßnahmen ergriffen

Das Veterinäramt hat umgehend die erforderlichen Maßnahmen laut Geflügelpestverordnung ergriffen.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) sowie größere Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) dem Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall ohne Schutzhandschuhe berührt werden. Des Weiteren wird empfohlen, Hunde und Katzen nicht frei laufen zu lassen.

Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet

Weiterhin Stallpflicht und Verbot von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten

Risikoeinschätzung für Menschen

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Würzburg sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten.

Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet.

Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen.

Für die Anordnung der Maßnahmen sind die Kreisverwaltungsbehörden zuständig. Mit diesen Maßnahmen und flankierend den vom Bund veranlassten Maßnahmen zur Biosicherheit in einzelnen Betrieben soll das Überspringen des Geflügelpesterregers von Wild- auf Nutztiere verhindert werden. Die Behörden des Freistaats stehen in intensivem Kontakt mit dem Bund und beobachten die Situation genau.

Informationen

Informationen zur Vogelgrippe finden Sie unter www.landkreis-wuerzburg.de/vogelgrippe, dort sind auch Merkblätter und Informationen des LGL abrufbar. Das Veterinäramt erreichen Sie unter www.landkreis-wuerzburg.de/veterinäramt.

Umfangreiche Informationen finden Sie darüber hinaus auch auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

Zur Geflügelpest:

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/index.htm

Aktuelle Zahlen zur Geflügelpest in Bayern: http://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/et_gefluegelpest_2016.htm

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg.

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