Die Polizei Unterfranken hatte die aktuellsten Ereignisse sofort über Twitter veröffentlicht - Foto: Polizei Unterfranken
Die Polizei Unterfranken hatte die aktuellsten Ereignisse sofort über Twitter veröffentlicht - Foto: Polizei Unterfranken

„Nationalpark Spessart“: Rund 200 Traktoren vor Landratsamt

Reibungsloser Verlauf Pro und Contra „Nationalpark Spessart“

ASCHAFFENBURG. Am Freitag war es anlässlich des Besuchs der bayerischen Umweltministerin beim Aschaffenburger Landratsamt zu mehreren Versammlungen gekommen. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte die Aschaffenburger Polizei rund 140 Traktoren in drei Kolonnen in die Aschaffenburger Innenstadt geleitet. Bei den Versammlungen am Vormittag waren insgesamt etwa 650 Teilnehmer vor Ort. Die Veranstaltungen verliefen absolut störungsfrei.

Das intensive Planungskonzept von Polizei und Versammlungsbehörde ist aufgegangen. Insbesondere die Entscheidung, die Nationalpark-Gegner samt ihrer Traktoren weit vor Versammlungsbeginn bereits nach Aschaffenburg zu leiten, hat sich als richtig erwiesen.

Die drei in Sailauf, Mespelbrunn und Obernau startenden Konvois setzten sich unter der Begleitung von Beamten aus der Polizeiinspektion Aschaffenburg, der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach, der Operativen Ergänzungsdienste sowie Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei ab 5.00 Uhr in Bewegung Richtung Landratsamt.

Keine großen Verkehrsstörungen

So konnten die Polizisten mehr als 140 Schlepper und landwirtschaftliche Maschinen zügig und reibungslos in die Aschaffenburger Innenstadt leiten, noch bevor gegen 7.00 Uhr der Berufsverkehr einsetzte. Nennenswerte Verkehrsstörungen oder Behinderungen für den öffentlichen Nahverkehr sind so erfreulicherweise ausgeblieben. Auch das Abstellen der landwirtschaftlichen Maschinen verlief diszipliniert und geordnet ab, so dass letztendlich rund 200 Traktoren und eine Pferdekutsche an den Sammelplätzen rund um den Veranstaltungsort geparkt waren.

Die im Vorfeld ordnungsgemäß angemeldeten Kundgebungen der Umweltorganisationen und Gegner eines Nationalparks liefen ähnlich störungsfrei wie die Sternfahrt ab. Zu Spitzenzeiten demonstrierten auf der Gegnerseite etwa 500, auf der Sympathisantenseite ca. 150 Personen, die lautstark aber absolut friedlich vor dem Landratsamt für ihre Meinung eintraten. Auch das Eintreffen der Umweltministerin Ulrike Scharf und ihre anschließenden Gespräche mit den Demonstranten beider Seiten verliefen trotz starker Geräuschkulisse unproblematisch.

Anschließend kam es bereits zu ersten Abwanderungen der Versammlungsteilnehmer, die teilweise bereits seit den frühen Morgenstunden vor dem Landratsamt ausgeharrt hatten. Zur Mittagszeit hatten sich mehr als die Hälfte der Traktoren wieder auf den Rückweg gemacht. Bis 13.00 Uhr hatte der Großteil der Zugmaschinen die Veranstaltungsfläche in Kleingruppen geordnet wieder verlassen. Auch hier kam es zu keinen nennenswerten Behinderungen.

Positive Bilanz der Behörden

Zu diesem Zeitpunkt wurden deshalb die Verkehrssperren rund um das Aschaffenburger Landratsamt auch wieder aufgehoben. Etwa 100 Demonstranten, überwiegend aus den Reihen der Kritiker des Nationalparks, warteten bis ca. 15.00 Uhr vor dem Landratsamt auf die Umweltministerin. Diese nahm sich dann auch kurz vor ihrer Abreise noch die Zeit für ein abschließendes Gespräch mit ihnen. Anschließend löste sich das Teilnehmerfeld zügig auf.

Die Polizei und die Stadt Aschaffenburg ziehen somit zum Ende dieses außergewöhnlichen Einsatzes eine positive Bilanz und bedanken sich ausdrücklich bei allen Versammlungsteilnehmern, die durch ihr kooperatives und friedliches Verhalten maßgeblich zum vorbildlichen Verlauf der Veranstaltung beigetragen haben.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Stadt Aschaffenburg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT