Die beiden Polizeibeamten der VPI Würzburg-Biebelried Polizeioberkommissar Martin Knobloch (links) und Polizeimeister Steffen Kappelsberger, sowie die Leiterin des Kindergartens, Brigitte Sauer und der spendable Lasterfahrer, Philippe Koumoth - Foto: VPI Wü-Biebelried
Die beiden Polizeibeamten der VPI Würzburg-Biebelried Polizeioberkommissar Martin Knobloch (links) und Polizeimeister Steffen Kappelsberger, sowie die Leiterin des Kindergartens, Brigitte Sauer und der spendable Lasterfahrer, Philippe Koumoth - Foto: VPI Wü-Biebelried

Überladener Lkw: Fahrer spendet Teile seiner Fracht

Fahrer spendet für Kindergarten

HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. Am Dienstagnachmittag hat ein Kindergarten aus dem Landkreis Würzburg eine unverhoffte Sachspende erhalten. Ein Lkw-Fahrer, der mit einem überladenen Fahrzeug auf der A 3 erwischt worden war und abladen musste, verschenkte einen Teil seiner neuwertigen Fracht.

Gegen 12:15 Uhr kontrollierten Beamte der VPI Würzburg-Biebelried einen 3,5-Tonner. Dabei stellten sie eine Überladung des Fahrzeugs von 720 Kilogramm fest. Der 51-jährige Fahrer aus Belgien wurde angezeigt und musste einen niedrigen dreistelligen Betrag zur Sicherung des Ordnungswidrigkeitsverfahrens hinterlegen. Außerdem untersagten ihm die Polizisten, so mit dem Transporter weiterzufahren.

Polizeibeamte helfen beim Abladen

Der Mann, der sich auf der Rückfahrt von der Spielwarenmesse in Nürnberg befand, hatte dort Holzmöbel und Spielgeräte für Kinder ausgestellt. Er kam dann auf die Idee, das Zuviel an Gewicht gleich bei einem Kindergarten in der Nähe abzuladen und die Artikel der Einrichtung kostenlos zu übereignen.

Die Beamten begleiteten den Transport deshalb nach Helmstadt zum Kindergarten St. Josef und halfen auch noch beim Abladen mit. Die Kindergartenleiterin nahm die hochwertig wirkenden Sachen gerne an.

Strafe gezahlt

Wie uns die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried mitteilte, konnte trotz der schönen Aktion natürlich nicht auf eine Strafe verzichtet werden. Auf Anfrage sagte man uns: „Leider war die Überladung des Lkws (20 Prozent) nicht mehr in einem Bereich, der eine mündliche oder gebührenpflichtige Verwarnung zuließ. Somit haben sich die Beamten an den Bußgeldkatalog zu halten und mussten ein Bußgeld erheben. Zudem hat sich der freundliche Fahrer erst zu der Spende entschlossen, nachdem er die Sicherheitsleistung bereits bezahlt hatte.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried.

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