Stadtring Würzburg - Foto: Manuel Scholze
Stadtring Würzburg - Foto: Manuel Scholze

Würzburg zählt zu schmutzigsten Orten Deutschlands

Schädliche Stoffe

Schwindel, Kopfschmerzen, Probleme mit den Atemwegen: All das können die unsichtbaren Stickoxide hervorrufen. Für Asthmatiker ist das Abgas besonders problematisch. Leider bleibt die Belastung der Luft mit den schädlichen Stoffen weiterhin ein Problem in deutschen Städten. Laut einer Tabelle des Umweltbundesamtes (UBA) haben im letzten Jahr rund 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen in Städten den Grenzwert für Stickoxide überschritten – genauer gesagt für Stickstoffdioxid (NO2), das zur Gruppe der Stickoxide gehört.

Fast alle Großstädte betroffen

Die Stuttgarter Messstation zeigte 2016 laut Spiegel Online zum Beispiel eine durchschnittliche Stickoxid-Belastung von 82 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – das ist doppelt so hoch wie der Grenzwert, der bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt. Auch Stationen in München, Landshut, Augsburg, Nürnberg und Würzburg überschritten den Grenzwert.

Die Würzburger Messstation liegt am Stadtring Süd und hat im vergangenen Jahr eine Belastung von 42 Mikrogramm pro Kubikmeter aufgezeichnet.

Diesel sind Schuld

Schuld an der hohen Belastung mit NO2 ist der Straßenverkehr, allen voran Dieselfahrzeuge. Laut Spiegel Online stoßen diese Fahrzeuge zwar weniger CO2 aus als vergleichbare Benzinfahrzeuge aus, allerdings produzieren sie deutlich mehr Stickoxide. Doch keine Angst, nicht überall in deutschen Innenstädten ist die Luft schlecht. Noch besser ist die Luft natürlich auf dem Land – dort ist laut Spiegel Online die Belastung mit Stickoxiden am geringsten.

Positive Entwicklung bei Feinstaub

Laut Spiegel Online war 2016 das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung seit 2000. Das sind doch mal gute Nachrichten! Im Jahresdurchschnitt lagen laut Spiegel Online sogar alle Stationen im grünen Bereich. Für Würzburg ergab sich ein Wert von 23 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Wetter spielt große Rolle

Die Feinstaubwerte sehen deshalb so positiv aus, da laut Spiegel Online die Feinstaubbelastung seit der Jahrtausendwende kontinuierlich zurückgeht – in der Nähe großer Straßen sogar um rund 30 Prozent in den vergangenen 15 Jahren. Mit Sicherheit ist dieser Trend dem Umstand geschuldet, dass viele Städte bereits Umweltzonen eingerichtet haben. In diesen Zonen dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Feinstaubplakette fahren.

Auch das Wetter spielt bei der Belastung mit Feinstaub eine Rolle. Wenn es draußen kalt ist, wird automatisch mehr geheizt. Dadurch gelangt auch mehr Feinstaub in die Luft. Ist es dazu windstill, steigt die Belastung natürlich an. So etwas war auch kürzlich an den eisigen Januartagen in Würzburg zu beobachten. An windigen Tagen dagegen ist die Belastung wiederum geringer.

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