Der Lkw-Zug geriet nach rechts in das Bankette und fuhr ca. 20 Meter Außenschutzplanke um - Foto: Pascal Höfig
Der Lkw-Zug geriet nach rechts in das Bankette und fuhr ca. 20 Meter Außenschutzplanke um - Foto: Pascal Höfig

Lkw-Unfall mit zeitweiser Vollsperrung

Massive Verkehrsbehinderungen in der Region

Würzburg. Am Freitagmittag sorgte ein Verkehrsunfall auf der BAB 3 Höhe der Anschlussstelle Heidingsfeld in Fahrtrichtung Nürnberg zu massiven Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet Würzburg sowie im Umland. Zeitweise staute sich der Verkehr auf der Autobahn auf 15 km zurück.

Gegen 13.00 Uhr befuhr ein 70-jähriger rumänischer Staatsbürger mit seinem Pkw die A 3 in Richtung Nürnberg. Da er auch noch einen Anhänger mitführte, galt für ihn im Baustellenbereich auf Höhe der Anschlussstelle Heidingsfeld aufgrund der beengten Fahrbahnverhältnisse ein Überholverbot.

Dennoch überholte der Gespann-Fahrer einen Lkw-Zug, der von einem 38-jährigen Kraftfahrer aus Thüringen gesteuert wurde. Auch wenn die Angaben der Unfallbeteiligten auseinander gehen steht doch fest, dass es im Baustellenbereich zunächst zu einer Berührung der beiden Gespanne kam, woraufhin das Pkw-Gespann gegen das Lkw-Gespann schleuderte.

 

Lkw in Schieflage

Der Lkw-Zug geriet nach rechts in das Bankette und fuhr ca. 20 Meter Außenschutzplanke um. Letztlich kam der Lkw-Anhänger auf der Leitplanke zum stehen. Aufgrund der hohen Böschung geriet der Lkw-Anhänger in Schieflage, rutschte jedoch nicht weiter ab.

Der leicht vom Lkw eingekeilte Pkw konnte durch die Berufsfeuerwehr Würzburg geborgen werden, weshalb zunächst nur der rechte Fahrstreifen gesperrt werden musste. Aufgrund des Wochenendverkehrs in Richtung Süden begann sich allerdings schon jetzt ein größerer Stau zu bilden.

Demzufolge verließen viele Verkehrsteilnehmer die Autobahn und suchten auf verschiedenen Umleitungsstrecken eine Möglichkeit, die Unfallstelle zu umfahren. Dies führte zu einer erheblichen Verkehrszunahme auf den Einfallstraßen nach Würzburg, wo im Laufe des Nachmittags die Verkehrsbehinderungen stetig zunahmen.

Umland und Stadtgebiet betroffen

Auch das Stadtgebiet selbst wurde nicht verschont, so dass es im gesamten Stadtgebiet sowie im Umland zu massiven Verkehrsbehinderungen kam.

Verschlimmert wurde dann die Verkehrslage dadurch, dass gegen 16.45 Uhr der zunächst noch befahrbare linke Fahrstreifen zur Bergung des Anhängers auch noch gesperrt werden musste.

Die Vollsperrung dauerte allerdings, entgegen den ersten Prognosen, lediglich ca. 30 Minuten, danach konnte der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen wieder frei gegeben werden. Ab ca. 17.45 Uhr konnten dann, nachdem die havarierte Außenschutzplanke gesichert wurde, der Verkehr wieder auf beiden Fahrstreifen rollen.

15 Kilometer Stau

Die Staulänge betrug zeitweise bis zu 15 km. Bei den Ableitungs- und Absicherungsmaßnahmen wurden die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried durch Arbeiter der Autobahnmeisterei Kist sowie durch umliegende Polizeidienststellen unterstützt.

Diese übernahmen am Ende auch die Absicherung der Leitplanke. Neben Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Würzburg wurde zur Sicherheit auch ein Rettungswagen an die Einsatzstelle beordert.

Da aber die beiden Fahrzeugführer unverletzt blieben, mussten die Sanitäter nicht tätig werden. Das Pkw-Gespann konnte nach dem Unfall die Fahrt fortsetzen, das Lkw-Gespann, hier vor allem der Anhänger, musste mit einem Kran geborgen werden.

Die Schadenshöhe wird von den sachbearbeitenden Beamten, trotzt der massiven Auswirkungen, auf lediglich ca. 6.000 € geschätzt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT