Die Friedrich-Fick-Straße im Frauenland soll auf Wunsch der Anwohner umbenannt werden. – Foto: Pascal Höfig
Die Friedrich-Fick-Straße im Frauenland soll auf Wunsch der Anwohner umbenannt werden. – Foto: Pascal Höfig

Würzburger fordern Umbenennung der Friedrich-Fick-Straße

Anwohner leiden unter Spott

Laut der Süddeutschen Zeitung leiden einige Würzburger unter ihrer Straße – oder eher deren Namen – und wollen daher eine Namensänderung erwirken. Wie diese heißt: Friedrich-Fick-Straße. Mehrere Anwohner hätten von den spöttischen Bemerkungen genug. Laut der Main-Post würde es den 25 Anwohnern, die die Umbenennung fordern, vor allem um  die Kinder gehen, die dem Gespött ihrer Freunde und Klassenkameraden ausgesetzt seien.

Stadtrat kam zu keiner Entscheidung

Es kommt zwar durchaus vor, dass Straßennamen geändert werden, laut der Würzburger Tageszeitung liege das jedoch meist an der Nazi-Vergangenheit der Namensgeber. Der Antrag zur Änderung wurde im Stadtrat jedenfalls gestellt. Im Dezember war es sogar schon Thema, jedoch konnte noch keine Entscheidung getroffen werden. Der Antrag der FDP-Bürgerforum-Fraktion werde laut Main-Post weiterverfolgt. Die Verwaltung wird dabei eine Beschlussvorlage erstellen und sich mit dem Wunsch der Anwohner auseinandersetzen, über diese wird der Stadtrat dann entscheiden.

Seit 61 Jahren gibt es die Friedrich-Fick-Straße im Frauenland, benannt nach dem gleichnamigen Politiker der DDP. Friedrich Fick studierte in Würzburg, war Generaldirektor bei Koenig & Bauer und verstarb im Jahr 1955 hier.

Lustige Namen zum Leid der Anwohner

Der Autor der Süddeutschen hätte auch schon Ersatz für den Straßennamen: Willy Popp – seines Zeichens Schachtheoretiker. Dass dieses Problem kein Einzelfall ist dürften übrigens die Bewohner des österreichischen Dorfs Fucking nachvollziehen können. Horden an amerikanischen Touristen lassen sich mit Reisebussen in das oberösterreichische Dorf karren, um am Ortsschild Bilder zu machen. Diese wurden mittlerweile stabil einbetoniert, da sie schon mehrmals geklaut wurden. Auch hier wurde über eine Namensänderung – eines ganzen Ortes – diskutiert. Ohne Erfolg, Fucking gibt es immer noch. Vielleicht haben die Würzburger Anwohner ja mehr Glück.

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