Universität Würzburg, Fakultät Jura in der Domerschulstraße – Foto: Dominik Ziegler
Universität Würzburg, Fakultät Jura in der Domerschulstraße – Foto: Dominik Ziegler

Vortrag: Als Psychiater vor Gericht

Spektakuläre Fälle

Vor Gericht verfahrene Fälle lösen, die Schuld oder Unschuld eines Angeklagten beweisen und so grundlegend das Leben vieler Menschen verändern? Was sich nach einem spannenden Kriminalroman anhören mag, gehört für Klaus Foerster zum Alltag. Als Professor für forensische Psychiatrie und Psychotherapie hat er mit seinen Gutachten bereits zur Klärung mehrerer spektakulärer Fälle beigetragen.

Immer wieder sorgen Foersters Einschätzungen für ernüchternde oder gar überraschende Wendungen in Strafprozessen. Erst Ende 2016 berichtete „Der Spiegel“ über einen Fall, bei dem ein Mann seit 43 Jahren eine Freiheitsstrafe absaß – offensichtlich aber zu Unrecht. Erst ein Gutachten von Foerster konnte zeigen, dass der vermeintliche Straftäter gar keiner war.

Öffentlicher Vortrag

Dank seines guten Gespürs und Fachwissens gilt Foerster als einer der renommiertesten Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie in ganz Deutschland. Nun spricht er an der Universität Würzburg zum Thema „Der psychiatrische Sachverständige zwischen Proband, Justiz und Öffentlichkeit“.

Der Vortrag ist öffentlich und findet am Donnerstag, 26. Januar 2017, um 18 Uhr im Hörsaal I der Alten Universität in der Domerschulstraße 16 statt.

Veranstalter des Vortrags ist das Zentrum für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung der Uni Würzburg. Eingeladen wurde Foerster von Juraprofessorin Anja Amend-Traut.

Zur Person

Klaus Foerster ist inzwischen emeritiert. Früher leitete er die Sektion „Forensische Psychiatrie und Psychotherapie“ am Universitäts-Klinikum Tübingen. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören die Diagnose und Quantifizierung von Persönlichkeitsstörungen sowie die Erfassung von Affekttaten und die Psychotherapie bei Straftätern.

Foerster hat viele Aufsätze veröffentlicht, in denen er sich unter anderem mit der psychiatrischen Begutachtung und posttraumatischen Belastungsstörungen befasst. Sein Nachschlagewerk „Psychiatrische Begutachtung: Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen“ vermittelt anhand von Fallbeispielen konkretes medizinisches und juristisches Fachwissen.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität in Würzburg.

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