So haben die Würzburg erleben-Fans entschieden. - Fotomontage: Dominik Ziegler/Stadt Würzburg
So haben die Würzburg erleben-Fans entschieden. - Fotomontage: Dominik Ziegler / Stadt Würzburg

Entscheidung gefallen: Grafeneckart wird weiß-grau

Zwei Möglichkeiten

Am heutigen Mittwoch hat der Bau- und Ordnungsausschuss über die neue Farbgebung des 800 Jahre alten Rathausturmes – den meisten unter dem Namen „Grafeneckart“ bekannt – abgestimmt. Zur Auswahl standen eine rot-weiße Farbgebung zum einen und eine Farbgebung in sandsteinfarben und weiß zum anderen.

Stadtrat entscheidet

Laut Berichten der Mainpost hat sich die Mehrheit der Stadträte nun entschieden: Der Grafeneckart wird weiß und alle sogenannten Werksteinelemente in Sandsteinfarbe erstrahlen. Entschieden wurde mit acht zu sechs Stimmen, heiß es in der Mainpost. Im Vorhinein haben wir unsere Fans bei einer Umfrage entscheiden lassen, welche Farbgebung ihnen besser gefallen würde – das Ergebnis hier eindeutig: Über 80 Prozent hätten den neu sanierten Rathausturm lieber in einem Weiß mit roten Akzenten gesehen. Dennoch hat der Stadtrat sich dagegen entschieden und auf das „Bauchgefühl“ gehört, wie es in der Mainpost heißt.

Laut Mainpost sei der Ausschuss mit der letztendlichen Entscheidung auch der Empfehlung des Landesamtes für Denkmalschutz gefolgt. In der Mainpost heißt es, die rot-weiße Färbung könne zu sehr an klerikale Bauten erinnern, das habe Stadtbaurat Christian Baumgart erläutert.

Sanierung für 1,6 Millionen

Laut Mainpost werde mit der neuen Farbgebung im April diesen Jahres begonnen. Ende Mai soll der seit November 2015 verhüllte und für 1,6 Millionen Euro sanierte Grafeneckart wieder enthüllt werden und in neuem Glanz erstrahlen. Die Fassade werde aber nicht einfach übermalt, sondern Quaderung und Absetzung der Werksteinelemente bleibe erhalten, so Baumgart in der Mainpost. Auch der sogenannte Lebensbaum auf der Außenfassade werde nach Originalbefunden wiederhergestellt – so, wie er vor vielen Jahrhundert ausgesehen habe, heißt es in Berichten der Mainpost.

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