Hauptbahnhof Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Hauptbahnhof Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Alkoholverbot auch im Würzburger Bahnhof?

Im und um den Bahnhof

Seit dem 11. Januar 2017 gilt in der Zeit von 22 bis 6 Uhr im öffentlichen Bereich des Münchner Hauptbahnhofes ein Alkoholverbot. Verboten ist sowohl der Konsum alkoholischer Getränke als auch das Mitführen solcher Getränke, die zum Verzehr vor Ort bestimmt sind. Damit passt die Bahn ihre Hausordnung an die Verordnung der Stadt München an, mit der ein Alkoholverbot in den Abend- und Nachtstunden im Umfeld des Münchner Hauptbahnhofes demnächst eingeführt wird.

Geschäfte ausgeschlossen

Natürlich sind davon alkoholische Getränke, die verschlossen zum Beispiel vom Einkauf nach Hause transportiert werden, ausgeschlossen. Das Alkoholverbot gilt auch nicht für die gastronomischen Betriebe und Geschäfte innerhalb des Bahnhofsgebäudes. Dort gilt die Hausordnung der jeweiligen Pächter.

Verstärkte Kontrollen

Das Bahnhofsmanagement begründet das Alkoholverbot folgendermaßen: „Wir möchten, dass sich Bahnhofsbesucher und Reisende wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass sie nicht von alkoholisierten Personen belästigt werden.“ Zur Überwachung des nächtlichen Alkoholverbotes werden Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn verstärkt gemeinsam mit Bundespolizisten patrouillieren. Sie können bei Verstoß gegen das Alkoholverbot einen Hausverweis, im Wiederholungsfall auch ein Hausverbot aussprechen. Bei Verstößen gegen das Hausverbot droht eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch.

Situation in Würzburg

Auch am Vorplatz des Würzburger Bahnhofes gab es schon öfter Zwischenfälle, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen waren. Das Thema „Alkoholverbot“ stand daher auch schon im Stadtrat zur Debatte. Allerdings hatte dieser im Juli 2016 beschlossen, dass auch so „bereits genügend Handlungsmöglichkeiten vorhanden“ seien und ein Verbot daher nichts bringen würde. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte uns ein Sprecher der Deutschen Bahn, dass aber auch für das Bahnhofsgebäude in Würzburg bisher keine Planungen für ein Alkoholverbot anstehen.

Artikel beruht u.a. auf Informationen der Deutschen Bahn.

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