E-Hockey und viele andere Sportarten können bei No Limits erlebt werden. Foto: Pascal Höfig
E-Hockey und viele andere Sportarten können bei No Limits erlebt werden. Foto: Pascal Höfig

Rolling in the Team – die Ballbusters

Sportlich mit Behinderung

Wie flink und dynamisch Mannschaftssport trotz Körperbehinderung sein kann, beweist die Elektro-Rollstuhl-Hockey-Mannschaft Ballbusters Würzburg – und das auch noch ziemlich eindrucksvoll: Das Team spielt aktuell in der 2. Bundesliga.

Rasantes Spiel

In ihren bis zu 15 km/h schnellen Elektro-Rollstühlen sausen sie übers Spielfeld, fahrtechnisches Können, atemberaubende Arten der Ballführung sowie eine fesselnde Umsetzung von taktischen Spielzügen in Offensive und Defensive – dürfen wir vorstellen: die Ballbusters, Würzburgs erfolgreiche Elektro-Rollstuhl-Hockey-Mannschaft, die zum Verein der Rollstuhlfahrer und ihrer Freunde e. V. gehört.

Die Ballbusters

Alles begann in den frühen 1990ern mit einer E-Hockey Schulsportgruppe am Zentrum für Körperbehinderte am Heuchelhof. 1992 entwickelten sich daraus dann die Ballbusters. Aktuell besteht die Truppe aus 13 Männern und Frauen jeder Altersgruppe aus ganz Unterfranken. Jedes Jahr aufs Neue kämpft das Team gegen insgesamt 15 Mannschaften aus der ganzen Republik um den Titel des Deutschen Meisters – und das mit Erfolg: Aktuell stehen die Ballbusters auf Platz eins der 2. Bundesliga. Wenn alles rund läuft und sich die momentane Platzierung nicht mehr ändert, steigt die Mannschaft auf – in die 1. Bundesliga.

Deutsche Nationalspielerin

Doch nicht nur die Mannschaft als Ganzes ist erfolgreich: Sandra Steiner, die Stürmerin mit der Rückennummer 13, hat sich mit ihrem Können bis in den Kader der deutschen Nationalmannschaft gespielt. Sie durfte somit bei der Europameisterschaft 2016 im niederländischen De Rijp mit dabei sein. Sie gewann sogar die Bronzemedaille.

Jetzt mitmachen!

Neugierig geworden? Jeder – egal, ob mit oder ohne Handicap –, der die Ballbusters gerne kennenlernen möchte, ist immer dienstags in der Sporthalle des Körperbehindertenzentrums am Heuchelhof herzlich willkommen. Dann findet ein offenes Training statt. Mittrainieren ist hier mehr als erwünscht – und Spaß natürlich auch.

Was ist E-Hockey überhaupt?

E-Hockey steht für Elektro-Rollstuhl-Hockey. Das heißt: Alle Spieler sitzen in einem Elektro-Rollstuhl. Bei einem Spiel treten zwei Mannschaften mit je vier Feldspielern plus Torwart gegeneinander an. Ziel ist es, den gelochten Plastikball mittels eines Hockeyschlägers ins gegnerische Tor zu befördern – und mehr Tore zu erzielen als die gegnerische Mannschaft. Um im Spiel die Chancengleichheit zu gewährleisten, existiert es ein offizielles Klassifizierungssystem:

So werden den Spielern abhängig von ihren körperlichen Fähigkeiten Punktwerte zugeordnet, die von 1 (schwächerer Spieler) bis 5 (stärkerer Spieler) reichen. Eine Mannschaft muss darauf achten, dass die im Spiel gemeinsam eingesetzten Spieler insgesamt keine höhere Punktzahl als 12 erreichen. Wichtig zu wissen: Bei Spielern, die den Schläger nicht mit den Händen führen können, wird dieser direkt am Rollstuhl installiert – für den Torwart ist dies Pflicht.

Winterlicher Lesestoff

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