Beamte der Bundesbereitschaftspolizei betreten das Objekt - Foto: Bundespolizei
Beamte der Bundesbereitschaftspolizei betreten das Objekt - Foto: Bundespolizei

Graffitis in Regionalbahn: Wohnungsdurchsuchung nach Sachbeschädigungen

Sachbeschädigungen in Bahn und Bahnhof

WÜRZBURG/HANAU. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Sachbeschädigung hat die Bundespolizei in den heutigen Morgenstunden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg die Wohnung eines 26 Jährigen und eines 22-Jährigen in Hanau durchsucht und dabei diverse Beweismittel beschlagnahmt.

Der Beschuldigte steht im Verdacht, in einer Regionalbahn sowie am Bahnhof in Klingenberg (Landkreis Miltenberg) durch Graffitis einen Sachschaden von rund 700 Euro verursacht zu haben.

Schaden im Wert von 700 Euro verursacht

Seit dem vergangenen Oktober ermittelt die Bundespolizeiinspektion Würzburg gegen zwei in Hanau lebende Männer. Die 22 und 26-Jährigen werden beschuldigt am Bahnhof in Klingenberg sowie in einem Zug der Westfrankenbahn Graffitischmierereien angebracht und so einen Sachschaden in Höhe von rund 700 Euro verursacht zu haben.

Wohnungsdurchsuchung in Hanau

Die vor dem heutigen Tage bereits durchgeführten Ermittlungen begründen einen dringenden Tatverdacht gegen die beiden Deutschen, die sich selbst bislang jedoch gegen Maßnahmen der Bundespolizei widersetzt hatten. So waren sie etwa zu mehreren polizeilich angeordneten Terminen nicht erschienen. Auch besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten für weitere – bislang nicht aufgeklärte – Sachbeschädigungen in Frage kommen.

Zum Auffinden von Beweismitteln sowie zur zwangsweisen Durchführung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen ordnete das Amtsgericht Aschaffenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung der Männer in Hanau an.

Mit Unterstützung von Kräften der Bundesbereitschaftspolizei aus Hünfeld vollstreckten heute Morgen Würzburger Bundespolizisten diesen Beschluss.

Den Beamten fielen bei der Durchsuchung unter anderem diverse Speichermedien und Mobiltelefone in die Hände, die zur technischen Auswertung beschlagnahmt wurden. Zudem konnten geringe Mengen Marihuana sowie eine Schreckschusspistole sichergestellt werden.

Nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen wurde der 26-Jährige im Bundespolizeirevier Aschaffenburg erkennungsdienstlich behandelt und zu den Vorwürfen vernommen. Er bestreitet für die Taten verantwortlich zu sein. Nach Abschluss aller Maßnahmen durfte er auf freien Fuß verbleiben.

Der jüngere der beiden Beschuldigten konnte in Hanau heute Morgen nicht angetroffen werden. Seine erkennungsdienstliche Behandlung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Die Ermittler der Bundespolizei werden nun alle aufgefundenen Beweismittel auswerten und anschließend Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg stellen. Hinsichtlich der aufgefundenen Schreckschusspistole sowie der Betäubungsmittel könnten weitere Verfahren auf die Beschuldigten zukommen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT