Ein Bundespolizist mit Diensthund am Würzburger Bahnhof - Foto: Pascal Höfig
Ein Bundespolizist mit Diensthund am Würzburger Bahnhof - Foto: Pascal Höfig

Schwarzfahrer attackiert „Joker“ und Bundespolizisten

Betrunkener Schwarzfahrer

WÜRZBURG. Ein betrunkener Schwarzfahrer hat gestern Abend (4. Januar) im Hauptbahnhof Würzburg einen Diensthund der Bundespolizei getreten und sich gegen seine anschließende Festnahme vehement gewehrt. Den 39-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren.

Am gestrigen Abend informierte der Zugbegleiter eines Regionalexpress die Bundespolizei darüber, dass sich in dem Zug ein betrunkener Mann befände. Dieser besäße keinen Fahrschein und verhalte sich sehr aggressiv.

Unkooperativ und aufbrausend

Um sich des Störenfriedes anzunehmen, erwarteten im Hauptbahnhof Würzburg gegen 19:45 Uhr eine Streife sowie ein Diensthundeführer der Bundespolizei die Ankunft des Zuges. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Mann um einen in Schweinfurt lebenden Deutschen, der sich auch gegenüber den Bundespolizisten unkooperativ und aufbrausend verhielt.

Diensthund getreten

Während der Sachverhaltsaufnahme wandte sich der 39-Jährige auf dem Bahnsteig unvermittelt dem abseits stehenden Diensthundeführer zu und begann dessen Diensthund mit Tritten zu attackieren.

Dieser Angriff wurde durch den Diensthund abgewehrt, indem der Belgische Schäferhund den Mann ansprang und damit zu Boden brachte. Gegen die anschließende Festnahme und Fesselung wehrte sich der Schweinfurter vehement und schlug nach den Bundespolizisten, ohne diese jedoch zu verletzen.

Knapp zwei Promille

In der Bundespolizeiinspektion beruhigte sich der Festgenommene etwas. Eine dort durchgeführte Atemalkoholmessung ergab knapp zwei Promille, weswegen er über Nacht zur Ausnüchterung in Gewahrsam bleiben musste. Auf Anordnung des Staatsanwalts wurde ihm zudem eine Blutprobe entnommen, die nun in der Gerichtsmedizin ausgewertet wird.

Den Mann erwartet eine Strafanzeige, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Erschleichens von Leistungen.

Der Diensthund – ein Rüde namens „Joker“ – blieb trotz der Tritte zum Glück äußerlich unverletzt. Der Belgische Schäferhund wird im Laufe des heutigen Tages jedoch noch von einem Tierarzt untersucht.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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