Klinikum Mitte: Missionsärztliche Klinik und Juliusspital. Fotos: links: Missio I rechts: Dominik Ziegler
Klinikum Mitte: Missionsärztliche Klinik und Juliusspital. Fotos: links: Missio I rechts: Dominik Ziegler

Klinikum Würzburg Mitte geht offiziell in Betrieb

Erstes gemeinsames Jahr

Nach knapp dreijähriger Kooperation sind das Krankenhaus Juliusspital und die Missionsärztliche Klinik nun unter dem Dach der Klinikum Würzburg Mitte gGmbH vereint. Mit einem ökumenischen Gottesdienst am 2. Januar starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Krankenhäuser feierlich in das erste gemeinsame Jahr.

Zwei Traditionsstandorte

„Es ist ein Glücksfall, dass zwei so renommierte Krankenhäuser zusammenkommen können“, betont Simon C. Kuttenkeuler, Vorsitzender des Vereins Kinderklinik am Mönchberg e.V. in der Kirche St. Kilian im Juliusspital. Etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zum Auftaktgottesdienst gekommen. Hier wird deutlich: In ihren christlichen Wertvorstellungen passen die beiden traditionsreichen Standorte gut zusammen.

Positive Perspektive

In den vergangenen Monaten wurden die Grundlagen für das neue Klinikum gelegt. „Jetzt gilt es, diese positive Perspektive zu nutzen“, so Walter Herberth, Oberpflegeamtsdirektor und Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg. „Juliusspital und Missioklinik sind gut aufgestellt, um gemeinsam die medizinische Versorgung in Würzburg und Umgebung für die Zukunft zu sichern – und gleichzeitig ihre Werte und Traditionen zu erhalten.“

Pfarrerin Erika Füchtbauer macht deutlich: „Das höchste Gut der Klinik ist das hohe Engagement der Mitarbeiter in beiden Häusern.“ „Um unsere Ziele zu erreichen und zusammenzuwachsen brauchen wir jeden einzelnen von Ihnen“, bekräftigt Prof. Dr. August Stich, Vorsitzender des Missionsärztlichen Instituts Würzburg. Zunächst wurde aber gemeinsam gefeiert: In der Zehntscheune des Juliusspitals gab es im Anschluss Gelegenheit zum Austausch und Anstoßen.

Daten & Fakten

Was ist das Klinikum Würzburg Mitte?

Klinikum Würzburg Mitte ist der Name einer neuen gemeinnützigen GmbH, die unter einem Dach das Krankenhaus Juliusspital und die Missioklinik vereint. Gesellschafter sind die Stiftung Juliusspital Würzburg mit 60, das Missionsärztliche Institut mit 32 und der Verein Kinderklinik am Mönchberg e. V. mit acht Prozent der Geschäftsanteile. Die Geschäftsführung übernehmen Wolfgang Popp und Volker Sauer.

Was ist das Besondere?

Christliche Werte stehen im Mittelpunkt. Die Wertvorstellungen der beiden Häuser sind übereinstimmend. Menschlichkeit und Empathie sollen weiterhin prägende Elemente im Umgang mit den Patienten sein. Aber auch die reinen Zahlen sind beeindruckend: Das Klinikum verfügt über 663 Planbetten, rund 1.900 Beschäftigte und ein Umsatzvolumen von voraussichtlich 120 Mio. Euro im Jahr.

Wo ist das Klinikum Würzburg Mitte?

Die bekannten und traditionsreichen Namen der beiden Klinik-Standorte bleiben weiterhin erhalten. Es gibt also weiterhin die Missioklinik und das Juliusspital an den bekannten Standorten. Nur mit dem Unterschied, dass beide Häuser jetzt zusammengehören.

Warum war dieser Schritt erforderlich?

Die bevorstehenden Herausforderungen und Reformen im Gesundheitswesen werden weiteren Kostendruck auf die Krankenhäuser ausüben. Diese sind gemeinsam leichter zu bewältigen. Insbesondere dann, wenn dies aus einer wirtschaftlich gesunden und stabilen Lage heraus geschieht. Insofern sind Juliusspital und Missioklinik unter dem gemeinsamen Dach Klinikum Würzburg Mitte nun gut aufgestellt. Gemeinsam geht man nun die große Aufgabe an, die medizinische Versorgung in Würzburg und Umgebung für die Zukunft zu sichern.

Geht das alles von heute auf morgen?

Das Zusammenwachsen wird einige Jahre in Anspruch nehmen und ist ein dynamischer Prozess. Die Chance auf Weiterentwicklung und Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung kann nur zusammen mit allen Mitarbeitern erreicht werden. Deshalb sind alle Mitarbeiter in den Veränderungsprozess integriert und werden auch noch einige Zeit gefordert sein, sich einzubringen. Eine gemeinsame Website ist schon online: www.kwm-klinikum.de.

Was bedeutet das für die Patienten in der Region?

Am Ende sollen die Patienten einen Gewinn haben. Zum Beispiel durch die Bündelung von Expertise und Leistungsprofil, wie sie bereits für das EndoProthetikZentrum am Juliusspital stattgefunden hat. Aber auch andere Bereiche werden sich verändern. Neue Abteilungen bzw. neue Angebote sind im Gespräch.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Klinikum Würzburg Mitte gGmbH.

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