Kaori Morito (weißes Gewand) verkörpert die Päpstin Foto: Nik Schölzel
Kaori Morito (weißes Gewand) verkörpert die Päpstin Foto: Nik Schölzel

Würzburger Theaterpreis 2016 für die Päpstin

Kaori Morito

Kaori Morito ist seit vier Jahren Mitglied der Ballettcompagnie Würzburg, jetzt wurden ihre Leistungen mit dem diesjährigen Theaterpreis gewürdigt. Die Tänzerin, die das hiesige Publikum zurzeit als Päpstin Johanna beeindruckt, erhielt die Auszeichnung des Würzburger Theater- und Orchesterfördervereins im Rahmen des Konzerts zum Jahreswechsel am 30. Dezember im Mainfranken Theater. Mit je einem Sonderpreis wurden darüber hinaus der Studienleiter und Kappellmeister Alexis Agrafiotis sowie der Chefmaskenbildner Wolfgang Weber geehrt.

Kaori Morito habe ihr Publikum von Anfang an mit ihrem Können, ihrer Hingabe und ihrer Leidenschaft für jede Facette ihrer Rollen begeistert, begründete Bruno Forster, Vorsitzender des Theater- und Orchesterfördervereins, die Entscheidung der Jury. In seiner Laudatio würdigte Forster die „großartige Umsetzung der choreografischen Anforderungen“ sowie die „starke Ausstrahlung“, mit der die Künstlerin in allen Momenten ihres Bühnendaseins die Blicke auf sich lenke, um den Zuschauer „wie ein Magnet“ in ein Stück hineinzuziehen.

Werdegang

Morito absolvierte ihre Studien an der Acri Horimoto Ballettakademie in Japan und an der Waganowa Ballettakademie in Russland. Ihre ersten Engagements führten sie an die Deutsche Oper am Rhein und ans Het Nationale Ballet Amsterdam. Seit der Spielzeit 13/14 gehört die Japanerin als festes Ensemblemitglied der Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters an und war hier in zahlreichen Rollen zu erleben, darunter jüngst als Scheherazade in dem gleichnamigen Stück sowie als Johanna in der aktuellen Produktion Die Päpstin: Das Ballett.

Sonderpreise für Alexis Agrafiotis und Wolfgang Weber

Ein für das Theater wesentliches künstlerisches Schaffen zu würdigen, das überwiegend hinter den Kulissen stattfindet, ist Anliegen des Sonderpreises, den der Theater- und Orchesterförderverein Würzburg in diesem Jahr zweimal verliehen hat. Im Falle von Alexis Agrafiotis, seit der Spielzeit 11/12 Studienleiter und Kappellmeister am Mainfranken Theater, sei seine glänzende Arbeit als Pianist und Begleiter des Musiktheaterensembles ein wesentlicher Grundstein für den künstlerischen Erfolg der Bühne, so die Jury. Immer wieder tritt Agrafiotis auch ins Rampenlicht, beispielsweise als Dirigent des Philharmonischen Orchesters Würzburg, oder er macht als Komponist von sich reden.

Mit Wolfgang Weber wiederum habe die Maskenbildnerei des Würzburger Stadttheaters seit 1999 einen Leiter, dessen fachliche Kompetenz sich nicht nur bei jeder Produktion auf der Bühne zeige – auch seine Auszubildenden belegten regelmäßig Spitzenplätze bei ihren Prüfungen, resümierte Bruno Forster in seiner Laudatio.

Zum nunmehr 18. Mal hat der Theater- und Orchesterförderverein des Mainfranken Theaters den Würzburger Theaterpreis vergeben. Gestiftet wurde die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung erneut von der Sparkasse Mainfranken. Mit Mitteln zweier anonym bleibender Vereinsmitglieder wurden die diesjährigen Sonderpreise in Höhe von je 1.000 Euro bestritten.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mainfranken Theaters. 

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