Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Stadt Würzburg: Sicherheitskonzept zu Silvester

Kein Scherbenmeer zum neuen Jahr

Das in Würzburg zu Silvester seit 2003 bewährte Sicherheitskonzept kommt auch zu diesem Jahreswechsel wieder zum Tragen. Zur Sicherheit aller soll vermieden werden, dass Feuerwerkskörper in Menschenmengen abgebrannt, Zufahrtswege für Rettungsdienste und Polizei versperrt und Würzburg nicht in einem Scherbenmeer versinkt.

Zerbrechliche Getränkeverpackungen verboten

Um Gefahren für Leben und Gesundheit zu verhüten, ist es in den folgenden Straßenzügen, wie in den Vorjahren verboten zwischen 31. Dezember, 22 Uhr, und 1. Januar, 2 Uhr, Glasflaschen, Gläser, Bierkrüge, sonstige zerbrechliche Getränkeverpackungen und Feuerwerkskörper aller Art mitzubringen: Domstraße, Sternplatz, Platz am Vierröhrenbrunnen, Augustinerstraße bis Einmündung Wolfhartsgasse, Glockengasse, Alte Mainbrücke, Beim Grafeneckart bis Karmelitenstraße, Langgasse. Es besteht dort kein Alkoholverbot, für die mitgebrachten Getränke stellt die Stadt Würzburg 3.400 Becher zum Umfüllen bereit.

Straßenbahn fährt eingeschränkt

Von 23.16 bis 0.58 Uhr wird in diesem Bereich keine Straßenbahn mehr fahren. Die Löwenbrücke ist nicht in das Sicherheitskonzept aufgenommen, steht aber unter verstärkter Beobachtung. Sollten zu viele Menschen die Löwenbrücke bevölkern, wird die Polizei je nach Lage über eine Sperrung der Brücke für den Straßenverkehr entscheiden. Diese wichtige Verbindung auf die andere Mainseite muss für Rettungsdienste passierbar bleiben.

Polizei zeigt starke Präsenz

Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes sind am Silvesterabend als „wandelnde Notrufsäulen“ unterwegs, die Polizei und Rettungsdienste verstärken die Einsatzkräfte. Im Notfall werden die Rettungsdienste zusätzlich auf einen Pool von Ehrenamtlichen und des Katastrophenschutzes zurückgreifen können. Die Würzburger Polizei gewährleistet eine an der Sicherheitslage orientierte Einsatzstärke und wird dabei durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt. „Bei möglichen Übergriffen“, so Polizeioberrat Uwe Sauer (Polizeiinspektion Würzburg-Stadt), „gilt es, Öffentlichkeit herzustellen, sich Hilfe zu suchen und die Polizei zu rufen.“

Zudem ist die Polizei auf Facebook und Twitter in der Silvesternacht aktiv und bietet auf www.polizei-beratung.de nützliche Verhaltenshinweise im Umgang mit Silvesterkrachern. Generell gilt: Lieber einmal zu viel die 110 und für Rettungs- und Brandeinsätze die 112 wählen als einmal zu wenig.

Raketen und Böller dürfen nur von Volljährigen gezündet werden und nicht in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen und historischen Gebäuden. „Hier gilt ein Sicherheitsabstand von acht Metern“, weist Dr. Uwe Zimmermann, der Leiter der Allgemeinen Bürgerdienste der Stadt Würzburg auf den besonders sensiblen Innenstadtbereich hin.

Dachfenster geschlossen halten

Zur Vorbeugung von Bränden rät Thorsten Maiwald, Leiter Gefahrenvorbeugung Berufsfeuerwehr Würzburg, nichts leicht Entzündliches auf Balkonen zu lagern und Dachfenster zu schließen, damit verirrte Feuerwerkskörper nichts in Brand setzen.

Glasscherben bereiten Probleme

Große Probleme bereiten sowohl den Sicherheits- und Rettungsdiensten wie auch der Straßenreinigung und letztendlich den Feiernden selbst Glasscherben. Am besten sollten Gläser und Flaschen nach dem Feiern wieder mitgenommen werden. Es werden aber auch 40 extra Mülltonnen aufgestellt und die Gläser und Flaschen können auch in normale Müllbehältnisse eingeworfen werden. „Wenn es nicht anders geht, stellen Sie sie bitte an den Straßenrand“, bittet Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. „Da die Stadtreiniger die Scherben und Glassplitter nicht über Nacht wegkehren können und kleine Splitter teilweise noch ein paar Tage liegen bleiben werden, gefährdet dies Fußgänger, Kinder und Tiere, ganz besonders, wenn Schnee und Glätte dazu kommen sollten“, so Christian Strohalm, Leiter der Stadtreiniger.

Löwenbrücke wird ab 0.30 Uhr gereinigt

Die Straßenreinigung unter Leitung von Robert Hopfenmüller und Elke Schwarze wird ab 0.30 Uhr mit der Reinigung der Löwenbrücke beginnen, die ab diesem Zeitpunkt wieder als vollständige Verkehrsverbindung zur Verfügung stehen wird. Im Einsatz werden an Neujahr 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenreinigung, vier Groß- und zehn Kleinkehrmaschinen sein.

Muslimische Glaubensgemeinschaft unterstützt die Stadtreiniger

Ab 4 Uhr morgens werden die Stadtreiniger wieder von 50 freiwilligen Helfern der muslimischen Glaubensgemeinschaft Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya Deutschland unterstützt. Sie helfen, den Silvestermüll an zentralen Straßen und Plätzen in Würzburg wegzuräumen. Wolfgang Kleiner, Werkleiter des Eigenbetriebes „Die Stadtreiniger“, freut sich über die frühmorgendliche Unterstützung: „Die Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat hilft bereits seit vielen Jahren ihrer bzw. unserer Stadt beim Saubermachen und zeigt damit ein außerordentliches Bürgerengagement für ein sauberes Würzburg“, lobt Kleiner.

Gesperrt werden laut Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg das Käppele mit Vorplatz ab 16 Uhr, Residenzplatz und Festungsanlage Marienberg ab 21 Uhr.

Die Stadt Würzburg wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern und allen Feiernden einen guten Beschluss!

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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