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Neues Seminar zur Terrorismusgefahrenabwehr

Bessere Bewältigung von Gefahrenlagen

In der Woche vom 12. bis zum 16. Dezember 2016 nahm der Leiter des Instituts für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM), Professor Dr. Peter Bradl, auf Einladung der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ), am erstmaligen Durchlauf des neu entwickelten Seminars „BOS-übergreifende Zusammenarbeit bei Terrorismuslagen II“ teil. Diese einwöchige Veranstaltung richtet sich an Einsatzführungskräfte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und stellt die inhaltliche Fortführung und Vertiefung der entsprechenden Veranstaltung Teil I dar. Es soll die Teilnehmenden befähigen, entsprechende Gefahrenlagen künftig noch besser zu bewältigen.

Fehlende Praxiserfahrung

Für diese Veranstaltung wurde IREM beauftragt, eine methodische Begleitung und Bewertung vorzunehmen, um bereits in der Frühphase Erkenntnisse zu gewinnen, welche Inhalte von den Teilnehmenden als zielführend angesehen werden und welche hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in der Praxis einer Überarbeitung bedürfen. Die besondere Herausforderung gerade bei diesem Seminar liegt in dem Umstand, dass der einschlägige Praxiseinsatz für viele – glücklicherweise – bislang ausblieb. Daher ist bei den Befragungen der Teilnehmenden auf entsprechende, vergleichbare Erfahrungen einzugehen.

Professionelle Seminargestaltung

Professor Bradl, der als Führungskraft im Katastrophenschutz neben anderen Führungskräfteschulungen bei der AKNZ auch das zugehörige Seminar Teil I selbst absolviert hat, unterstützte die Seminargestalter an dieser Stelle durch Gespräche mit den Teilnehmenden und durch individuell gestaltete schriftliche Befragungen. Dr. Martin Weber, Projektkoordinator gesundheitlicher Bevölkerungsschutz bei der AKNZ, dankte dem Leiter des IREM für die Begleitung der Veranstaltung und die Durchführung der Erhebung sowie die Rückmeldungen im Nachgang und lobte die gewählte Herangehensweise ausdrücklich.

Prüfen der Inhalte

Die Begleitung dieses Seminars war gleichzeitig als Pilotprojekt angesetzt. Im Nachgang zu der Bewertung wurde IREM beauftragt, für weitere einschlägige Einsatzführungskräfteseminare – die bereits länger im Programm der AKNZ angeboten werden – eine neue Bewertung durchzuführen. Diese wird sich auf Anregung durch IREM von der seit langem erfolgreich durchgeführten Veranstaltungsevalution erheblich unterscheiden, da die Teilnehmenden nun bereits sowohl im Vorfeld wie auch im Nachgang zum Seminar konkret auf die Verwendbarkeit der vermittelten Inhalte befragt werden – und das mehrmals in zeitlichen Abständen. So soll erkannt werden, ob die „richtigen und relevanten Inhalte“ vermittelt werden und inwieweit diese in den Einsatzlagen auch abruf- und umsetzbar sind.

Die Institutionen

Die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) ist eine Einrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BBK) und die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundes im Zivilschutz. Sie richtet sich mit ihrem Bildungsangebot an die mit Fragen der zivilen Sicherheitsvorsorge befassten Entscheidungsträger aller Verwaltungsebenen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS.

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