Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Steuern, Pflege, Rente – Das ändert sich 2017

Alles neu macht 2017

Neues Jahr, neues Glück und für die Verbraucher wird sich einiges ändern. Viele der Veränderungen betreffen vor allem das Geld. Dabei ist alles, von der Pflege über die Rente bis zum Car-Sharing – die wichtigsten Änderungen ab Januar oder im Lauf des neuen Jahres im Überblick.

Einmal mehr frei

Bayern und mehrere andere Bundesländer bekommen 2017 einen zusätzlichen Feiertag – den 31. Oktober nämlich. Der Reformationstag ist seit der deutschen Wiedervereinigung nur in Bundesländern mit einem größeren evangelischen Bevölkerungsanteil gesetzlicher Feiertag – in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im kommenden Jahr wird sich das aber ändern. Weil der Thesenanschlag von Martin Luther sich zum 500. Mal jährt. Leider ist das aber nur einmalig in 2017 so.

Neue Pflegestufen

Außerdem wird die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes II in Kraft treten. Dabei wird aus dem bisherigen Pflegesystem mit seinen drei Stufen ein neues System mit fünf Pflegegraden. Dabei kann es sich für viele Menschen lohnen, die absehbar pflegebedürftig werden, noch vor dem 1. Januar einen Pflegeantrag nach dem alten, dreistufigen System zu stellen. So ist auch gewährleistet, dass man 2017 Pflegegrad 2 erreicht (heute Pflegestufe 1). Würde der Antrag erst im neuen Jahr gestellt, gäbe es statt der bisherigen 244 Euro nur 125 Euro von der Pflegekasse.

Höhere Hartz IV-Regelsätze

Zum 1. Januar soll der monatliche Regelsatz für Alleinstehende von 404 auf 409 Euro pro Monat steigen. Paare erhalten 368 statt 364 Euro pro Partner. Unter 25-Jährige, die noch bei Mutti oder Vati wohnen, bekommen statt 324 nun 327 Euro. Kinder zwischen 13 und 18 Jahren 311 statt bisher 306 Euro. Die Sätze für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren steigen ebenfalls von 270 auf 291 Euro.

Erhöhung des Mindestlohns

Genau wie die Hartz IV-Regelsätze wird auch der Mindestlohn 2017 steigen. Bis Ende Dezember liegt er bei 8,50 Euro brutto je Zeitstunde. Zum 1. Januar 2017 steigt der Mindestlohn dann auf 8,84 Euro brutto je Zeitstunde.  In einzelnen Branchen liegt er sogar noch höher. Im Baugewerbe etwa beträgt er in den alten Bundesländern 11,30 Euro, in den neuen Bundesländern 11,05 Euro pro Stunde.

Leichter Rentenanstieg

Renter werden zwar etwas mehr Geld erhalten, richtig freuen können sie sich aber nicht. Die ca. 2 Prozent Rentenanstieg Mitte 2017 sind dabei noch nicht einmal sicher. Eventuell werden es sogar nur 1,5 Prozent werden. Endgültige Zahlen werden ohnehin erst im März 2017 veröffentlicht.

Die neue Flexi-Rente

Bis jetzt ist der Übergang in die Rente ziemlich strikt vorgegeben und nicht so leicht individualisiert. Ab 2017 bekommen ältere Arbeitnehmer jedoch die Möglichkeit eines flexiblen Übergangs. Da heute drastische Kürzungen bis zu zwei Drittel der Rente drohen, wenn jemand mit 63 in Rente geht und mehr als 450 Euro im Monat dazuverdient, muss eine alternative Lösung her.

Vorteile für Carsharer

Umweltschutz ist in Deutschland ein großes Thema und genau deshalb soll Carsharing für Autofahrer in deutschen Städten attraktiver werden. So ist es Ziel der Regierung es, den Ländern die Möglichkeit zu geben, Sonderparkplätze oder kostenfreies Parken für Carsharing-Fahrzeuge einzurichten. In Kraft treten sollen die Neuregelungen zum 1. September 2017.

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