Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Auf Hochtouren – Gas geben bei Pfister Racing

Das Leben eines Berufs-Rennfahrers

Am Steuer eines 300 PS starken Rennautos um die Kurven heizen – und das fast jedes Wochenende. Hört sich nach einem Traumjob an, oder? Für Andreas Pfister ist das Alltag. Wir durften mit dem Berufs-Rennfahrer ein paar (Frage-)Runden drehen. Achtung: Anschnallen nicht vergessen!

Andreas, erzähle uns doch ein paar allgemeine Facts zu Deinem Rennstall Pfister Racing und zu Deiner Person.

Die Anfänge von Pfister Racing reichen bis ins Jahr 2005 zurück, schon damals war ich als Rennfahrer aktiv. 2008 konnten wir dann eine GmbH gründen – die Pfister-Racing GmbH. Seitdem sind wir ziemlich gut unterwegs, konnten viele Erfolge einfahren und freuen uns über das stetige Wachstum des Teams. Aktuell gehen wir mit mehr als zehn Rennfahrzeugen und internationalen Fahrern an den Start.

Ich selbst erblickte am 25. Oktober 1987 im unterfränkischen Werneck das Licht der Welt. Der Motorsport und vor allem Tourenwagen-Rennen haben mich schon von Klein auf fasziniert – und heute bin ich sehr stolz darauf, sowohl erfolgreicher Rennfahrer als auch ein Teil des Pfister-Racing-Teams zu sein.

Wie bist Du denn überhaupt zum Motorsport gekommen?

In meiner Familie hat vor mir niemand Motorsport aktiv betrieben, aber durch das elterliche Autohaus wurde ich natürlich von Kindesbeinen an mit dem Thema „Auto“ infiziert. Mein Vater hat mich dann mal auf ein Karttraining in der Region geschickt, was mir großen Spaß machte. Die Leidenschaft zum Motorsport und sportliche Erfolge haben mich dann stets motiviert, weiter an meinem Traum zu arbeiten. Achja, „nebenbei“ habe ich auch noch eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert.

Also seit wann bist Du dann genau dabei?

Mal überlegen … im Kartsport seit meinem 9. Lebensjahr und im Tourenwagen-Motorsport seit ich 17 bin. Ihr müsst wissen, dass für Tourenwagen-Rennen kein Führerschein, sondern eine Rennlizenz vorgeschrieben ist. Da bin ich dann im ADAC VW Polo Cup gestartet.

Welchem Motorsport-Traum jagst Du hinterher?

Mein Traum ist es, in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) an den Start zu gehen. Da ich im Moment in der Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC) antrete, bin ich bereits kurz davor, mir diesen Traum zu erfüllen.

Und was war bisher Dein größter Erfolg?

Der zweimalige Gewinn des Vize-Europameistertitels in der ETCC. Aber auch der Heimsieg am Norisiring in Nürnberg sowie mein zweiter Platz in der „grünen Hölle“, also für Nicht-Motorsportler: auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings.

Was fasziniert Dich generell an Deinem Beruf?

Zuallererst natürlich die absolute Freude am Rennenfahren. Spannend ist es auch jedes Mal wieder, von Runde zu Runde mein Limit nach oben zu schieben, um irgendwann die „perfekte“ Runde zu erreichen. Toll finde ich außerdem das Zusammenspiel von Technik, Fahrer und Mannschaft – Teamgeist spielt im Motorsport wirklich eine große Rolle.

Wo bist Du überall als Rennfahrer unterwegs – und wieviele Tage im Jahr verbringst Du im Ausland oder eben „on the road“?

Da kommen schon einige zusammen. Neben den Rennwochenenden, an denen ich selbst hinterm Steuer sitze, bin ich auch noch bei vielen anderen Rennen als Instruktor für unsere Fahrer dabei. Ich denke, im Schnitt bin ich so ziemlich jedes zweite Wochenende unterwegs, fast das ganze Jahr hindurch.

Was war Dein schönstes und Dein gefährlichstes Erlebnis auf der Rennstrecke?

Besonders gern erinnere ich mich an meinen „Hattrick“ auf der Rennstrecke Slovakiaring. Dort konnte ich drei Jahre hintereinander jeweils die Rennen meiner Kategorie gewinnen. Was den zweiten Teil Eurer Frage angeht – da müsste ich jetzt lange überlegen. Ich persönlich finde den Tourenwagensport überhaupt nicht gefährlich, da die modernen Boliden wirklich sehr sehr sicher sind. Aber klar hatte ich auch schon des Öfteren „Feindkontakt“ und Blechschäden (lacht).

Wie bereitest Du Dich auf ein Rennen vor?

Die Vorbereitungen laufen die komplette Saison hindurch: angefangen vom professionellen Training im Simulator, mit dem ich mich an eine Rennstrecke gewöhne, über das Studium von Onboard-Videos bis hin zu physischem Training und Fitnesstraining.

Wenn Du mit Deinem Renner durch Würzburg fahren könntest: Wo würdest du überall hinfahren?

Da würde ich natürlich zuerst bei unseren Würzburger Förderern vorbeifahren, nämlich der Main-PostLogistik, der Allianz Generalagentur Bauer, der Lackklinik Jürgen Strauss und der KFZ-INNUNG sowie bei Möller Manlift, Gebr. Markewitsch, Praxis Dr. Alfen und der Brandort Werbeagentur. Wenn das erledigt ist, würde ich noch der Residenz einen Besuch abstatten – für mich einer der schönsten Orte in Würzburg. Und dort gibt es ja bekanntlich einen großen Parkplatz …

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