Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Tut sich bald was am Hochhaus in der Augustinerstaße?

Neue Besitzer

Schon über zehn Jahre ist das Hochhaus in der Augustinerstraße 9 nun eingerüstet und die Fassade mit einem grünen Sicherheitsvorhang verhüllt. Eine Klage gegen die Baugenehmigung der Stadt, eingereicht von der Eigentümergemeinschaft des Odeon-Hauses gegenüber, verhinderte auch 2016 eine Sanierung. Doch jetzt könnte sich bald etwas tun am maroden Gebäude: Laut Mainpost hat das Baudenkmal neue Besitzer, darunter Joachim Spatz, FDP-Stadtrat. Die neuen Besitzer möchten „möglichst zügig“ das Hochhaus sanieren und es für Wohnungen, Büros und Gastronomie umbauen, heißt es in der Mainpost.

„Hans-Löffler-Haus“

Wann allerdings mit dem Bau bzw. der Sanierung begonnen wird, sei noch nicht sicher, allerdings steht bereits der neue Name des achtgeschossigen Baus fest, heißt es in Berichten der Mainpost. Das ehemalige Ämterhochhaus soll „Hans-Löffler-Haus“ heißen. Benannt werde es nach dem ehemaligen Oberbürgermeister von Würzburg, der auch gleichzeitig Erbauer des Gebäudes war. Zudem, laut Mainpost, Urgroßvater von Georg Seissiger, der Projektleiter beim Umbau des Hochhauses ist.

Unternehmerfamilie und Stadtrat

Die Immobilie gehöre laut Mainpost jetzt der „Hans-Löffler-Haus-Augustinerstraße GmbH“, hinter der die Familien Barlian, Seissiger und Joachim Spatz, Stadtrat und Unternehmensberater, stehen. Als Hauptfinanzier tritt bei der Sanierung die Unternehmerfamilie Barlian auf, so heißt es in der Mainpost. Die Familie besitze unter dem Dach der Barlian Management Consulting GmbH (BMC) mehrere Firmen und Beteiligungen, darunter unter anderem auch eine Wohnungsgesellschaft. Den Geschäftsführerposten bei der „Hans-Löffler-Haus-Augustinerstraße GmbH“ teilen sich laut Mainpost Frank Barlian und Joachim Spatz. Einen „Interessenkonflikt“ gebe es für ihn keinen, da „alles offen gelegt“ werde und er an Abstimmungen im Stadtrat, die die Immobilie betreffen, sowieso nicht teilnehmen dürfe, erklärte Spatz gegenüber der Mainpost.

Klassische Form erhalten

Laut Mainpost soll das ehemalige Ämterhochhaus aus dem Jahr 1930 in seiner ursprünglich klassischen Form erhalten bleiben. Das Denkmal der neuen Sachlichkeit wird sein Kranzgesims, das Walmdach und die Bullaugen unter dem Dach behalten. Frank Barlian erklärte gegenüber der Mainpost, dass der Umbau zügig verwirklicht werden solle aber keine Eile aus wirtschaftlichen Gründen nötig sei. Laut Mainpost sei derzeit geplant, einen Teil der Wohnungen oder Büros zu verkaufen, einen Teil zu behalten. Im Erdgeschoss soll Gastronomie einziehen.

Verkauf keine Überraschung

Der bisherige Eigentümer, die Tricyan Tower Würzburg GmbH, eine Tochter der Reichenberger Informica Real Invest AG, verkauft laut Mainpost das 33 Meter hohe Haus nicht vollkommen überraschend. Im Jahr 2007 hatte die Informica die Immobilie von der Stadt erworben. Laut Mainpost wollte das Unternehmen das Gebäude ursprünglich selbst sanieren und umbauen, doch mittlerweile haben sich die Strukturen der Gesellschaft geändert, erklärte Friedrich Schwab, Informica-Vorstand, in der Mainpost.

Vorarbeiten in vollem Gange

Letzendlich habe es viele Kaufinteressenten gegeben, ließ Schwab gegenüber der Mainpost verlauten. Ihm sei es besonders wichtig gewesen, einen seriösen, finanzkräftigen und möglichst heimischen Käufer zu finden. Zum Kaufpreis gibt es laut Mainpost aber keine Angaben. Laut der neuen Besitzer tut sich aber schon jetzt etwas im Hochhaus, die Vorarbeiten seien in vollem Gange, heißt es in der Mainpost.

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