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6. EnergieDialog Mainfranken zum Thema Elektromobilität

Elektromobilität ist die Zukunft

In der Diskussion um nachhaltige Mobilität der Zukunft hält die Elektromobilität eines der erfolgversprechendsten Konzepte bereit. Sie bietet die Perspektive einer CO2-freien Mobilität und ist somit ein wichtiger Baustein der Energiewende – gerade auch in Mainfranken. Als industriell geprägter Standort mit großer Automotive-Kompetenz hat sich die Region erfolgreich im Zukunftsfeld Elektromobilität positioniert – von der Wirtschaft über Wissenschaft und Forschung bis hin zur (Aus-)Bildung.

Fachforum zu erneuerbaren Energien

Davon überzeugen konnten sich die 90 Teilnehmer beim 6. EnergieDialog Mainfranken am 29. November 2016 in der Modellstadt Elektromobilität Bad Neustadt. Unter der Moderation von Ulrich Leber, fachlicher Sprecher des Fachforums Erneuerbare Energien/Elektromobilität der Region Mainfranken GmbH, präsentierten ausgewählte regionale Akteure ihre FuE-Kompetenzen.

Ausbau der Elektromobilität

In ihrer Einführung betonten Bad Neustadts Bürgermeister Bruno Altrichter sowie Landrat Thomas Habermann, politischer Sprecher des Fachforums, die enorme Bedeutung des Themas. „Die im Zuge der Modellstadt-Förderung aufgesetzten Forschungs-, Bildungs- und Industrieprojekte beschränken sich keineswegs nur auf den Standort Bad Neustadt. Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Organisationen erlangte die Elektromobilität rasch eine mainfränkische Perspektive. Diese gilt es weiter auszubauen“, war sich Bürgermeister Bruno Altrichter sicher.

Ökonomische und Ökologische Chancen

Laut Landrat Thomas Habermann bilde der EnergieDialog Mainfranken hierfür die ideale Plattform: „Zusammenkommen, über den eigenen Tellerrand hinausschauen und voneinander lernen – um die dynamische Entwicklung der Elektromobilität weiter zu forcieren, spielt der Vernetzungsgedanke eine zentrale Rolle. Denn für Mainfranken birgt die Weiterentwicklung der Elektromobilität vielfältige ökonomische und ökologische Chancen.“

Mut ist von Nöten

Zu Beginn des Vortragsprogramms präsentierte Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des CAR-Centers Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, den Status-quo und einen Ausblick in Sachen Elektromobilität. Und nahm dabei kein Blatt vor den Mund: „Die geringfügige und künstliche Erhöhung der Marktanteile in Form von Kaufanreizen zeigt keine nachhaltige Wirkung und ist als Ausgleich eines ‘Marktversagens’ grundsätzlich ungeeignet. Was es vielmehr braucht, ist Mut – den gleichen Mut, den man schon beim Atomausstieg bewiesen hat.“

Nennenswerte neue Anstöße kämen bislang leider nur von „Outsidern“ außerhalb Europas wie Tesla, Google und Apple. Diese reichten jedoch ebenso wenig aus, um einen Massenmarkt zu schaffen, wie das deutsche E-Mobilitätsgesetz. „Um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen, brauchen wir ein Gesamtkonzept zur Mobilität der Zukunft, welches über die reine Technologie hinausgeht und einen Exklusivitätsstatus für die Elektromobilität beinhaltet.“

Elektromobilität wir immer besser

Die technische Seite der Elektromobilität beleuchtete Professor Dr. Ansgar Ackva, Leiter des Technologietransferzentrums Elektromobilität Bad Neustadt (TTZ). „Die Batterieentwicklung geht schneller voran als gedacht und das Ende der Fahnenstange ist hier längst noch nicht erreicht. Dadurch, dass sich vor allem China zunehmend als Innovationstreiber positioniert und die Elektromobilität industriepolitisch fördert, werden wichtige Skaleneffekte erzielt.“ Diese wirkten sich unter anderem positiv auf die Batteriepreise aus und bildeten die Basis dafür, dass der Markt langsam Fahrt aufnehme.

Vernetztes Ladesystem

Welche Chancen und Herausforderungen aus vernetzten Ladesystemen in der Elektromobilität erwachsen, konnte Yusuf Akdeniz von der chargeIT mobility GmbH (ehemals Belectric Drive GmbH) in seinem Vortrag darstellen. Das Kitzinger Unternehmen liefert mit seinem Produktportfolio Komplettlösungen aus einer Hand. „Wir vereinen die Software-Welt mit der Lade-Welt und bringen somit die Elektromobilität mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu einem intelligenten Lademanagement zusammen.“

Elektromobilitätsaktivitäten des Zulieferers

Bevor die Teilnehmer das Leistungsspektrum der Preh GmbH hautnah im Rahmen einer Betriebsführung erleben durften, stellte Dr. Joachim Wagner die Elektromobilitätsaktivitäten des Automobilzulieferers vor. Die Kernkompetenz liege hier vor allem im Batteriemanagement, sprich in der Überwachung, der Ladestandsermittlung, der Alterung sowie im Temperaturmanagement.

Dadurch habe sich Preh zu einem wichtigen Partner führender Automobilhersteller entwickelt. „Über unser Produktportfolio hinaus ist die Elektromobilität in den vergangenen Jahren auch Teil der Unternehmenskultur geworden. Das äußert sich in der Anschaffung von Ladesäulen und elektrisch betriebenen Dienstwagen genauso, wie in der Unterstützung von Hochschulprojekten.“

Wichtig für die Region Mainfranken

Für Sebastian Kühl von der Region Mainfranken GmbH spielt die Elektromobilität eine große Rolle für die Zukunftsfähigkeit Mainfrankens: „In ihrer Funktion als Regionalentwicklungsgesellschaft wird die Region Mainfranken GmbH daher auch weiterhin die Rahmenbedingungen für die positive Entwicklung unseres Wirtschaftsraums, vor allem auch im Bereich der nachhaltigen Mobilität, verbessern und konkrete Projekte mit Leuchtturmcharakter unterstützen.

Weitere Informationen zum EnergieDialog Mainfranken finden Sie unter: www.mainfranken.org/energiedialog

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Region Mainfranken GmbH.

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