Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Millionen für geplante Multifunktionshalle

Große Überraschung

Bei den Haushaltsberatungen der Stadt Würzburg gab es laut Mainpost eine große Überraschung: Für die in der Nähe des Hauptbahnhofes geplante Multifunktionshalle möchte nun ein namentlich nicht genannter Stifter einen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung stellen, so die Mainpost. Der Stifter soll aus dem Konsortium, welches die Halle errichten und betreiben will, stammen. Das hat laut Mainpost Stadtbaurat Christian Baumgart mitgeteilt. Vielleicht geht es dann endlich voran mit dem Bau einer Multifunktionsarena für Kultur- und Sportveranstaltungen.

Stadt muss Unterstützung zeigen

Laut Berichten der Mainpost ging es in der Stadtratssitzung allerdings zunächst um zwei andere Anträge von CSU und FWG. Sie wollten für das städtebauliche Umfeld einer zukünftigen Halle 300.000 Euro Planungskosten in den Haushalt für 2017 einstellen. Die Idee dabei war laut Mainpost, das Bauprojekt wieder etwas anzuschieben, da es in der vergangenen Zeit nicht wirklich voran gegangen war. Den Investoren müsse gezeigt werden, dass man das Vorhaben unterstützen möchte, wurde von CSU und FWG argumentiert, heißt es in der Mainpost.

Vorteile des Standortes

In der Sitzung wurden laut Mainpost von Stadtbaurat Christian Baumgart auch nochmal die Standortvorteile zwischen Hauptbahnhof und Grombühlbrücke erläutert. Die Nähe zum Hotelturm, sowie das geplante neue Parkhaus seien durchaus Vorzüge. Insgesamt würden dann, inklusive Plätze in Parkhäusern in der näheren Umgebung, rund 2.000 Stellplätze zur Verfügung stehen. Noch dazu sei die Innenstadt und der Bahnhof für die 7.500 Besucher, die die Halle fassen soll, in wenigen Minuten zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, so die Mainpost.

Städtebaulich möglich

In Berichten der Mainpost heißt es, dass Baureferent Baumgart anhand einer 3-D-Animation des Frankfurter Architekturbüros Albert Speer und Partner gezeigt hat, dass der Bau einer Multifunktionsarena am geplanten Standort durchaus möglich sei. Allerdings müsse die Stadt aber auch Aufgaben wie eine Bauleitplanung, Verkehrsgutachten oder hydrogeologische Untersuchungen erfüllen, so die Mainpost. Dafür seien entsprechende Planungsmittel im Haushalt nötig.

Nicht zu viel Zeit lassen

Oberbürgermeister Christian Schuchardt erklärte allerdings, dass man sich jetzt aber mit den nächsten Schritten nicht zu viel Zeit lassen dürfe, so die Mainpost. Der namentlich unbekannte Stifter, der mit einer „Zukunftsstiftung“ weitere Projekte in der Stadt unterstützen möchte, und das Planungskonsortium erwarten zeitnah eine Antwort, heißt es in der Mainpost.

Zehn Millionen Euro

Laut Mainpost wurden die Planungskosten im Stadtrat schließlich mit 40 zu vier Stimmen beschlossen. Doch damit ist es nicht getan. Ein Blick in die Finanzplanung zeigt, dass ab 2021 zehn Millionen Euro für eine Multifunktionsarena eingestellt sind, so die Mainpost. Finanzreferent Robert Scheller erklärte jedoch, dass es sich hierbei um einen Platzhalter „für Umweltmaßnahmen und wie auch immer geartete Beteiligungen an der Arena“ handelt, so die Mainpost. Laut Scheller wird der Betrag kein Betriebskostenzuschuss sein, so Berichte der Mainpost. Ein solcher Zuschuss wird im Stadtrat nach wie vor abgelehnt.

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